Ein erheblicher Teil der Bevölkerung hat sich Impfungen verweigert und setzt sich konsequent über alle Corona-Regeln hinweg: Das hat nicht nur Probleme für das Gesundheitssystem hervorgerufen, sondern auch viele Freundschaften entzweit. Wieviele, hat jetzt eine Umfrage herausgefunden. Der gesellschaftliche Schaden der Pandemie ist weit höher, als viele denken.
Jede fünfte Freundschaft ist einer Umfrage zufolge an unterschiedlichen Meinungen zu Corona zerbrochen. 20 Prozent gaben an, dadurch Freunde verloren zu haben, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervorgeht. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass einige Freundschaften die Pandemie nur überstanden hätten, weil online Kontakt gehalten werden konnte.
27 Prozent geben zu, sich über Corona-Kontaktbeschränkungen hinwegzusetzen
62 Prozent vermissten ihre Freunde in dieser Zeit sehr, während 27 Prozent zugaben, sich über Kontaktbeschränkungen hinweg gesetzt zu haben. Auch beim Streitthema Klimawandel gaben knapp ein Fünftel der Befragten an, dass unterschiedliche Meinungen dazu die Freundschaft belasteten. 27 Prozent sahen Freundschaften durch verschiedene Meinungen zum Krieg in der Ukraine gefährdet.
„Die großen Themen unserer Zeit - Klimawandel, Coronakrise und Ukraine-Krieg - rufen nicht nur in der Politik oder den sozialen Medien kontroverse Diskussionen hervor“, erklärte Philipp Schneider von Yougov. Unterschiedliche Ansichten stellten auch für manche Freundschaften eine Zerreißprobe dar.
Das sind die häufigsten Gründe, an denen Freundschaften zerbrechen
Andere Gründe, warum Freundschaften zerbrechen, sind laut Umfrage am häufigsten Unehrlichkeit oder ein Auseinanderleben (jeweils 56 Prozent). Weitere 53 Prozent kündigen eine Freundschaft auf, wenn sie ausgenutzt werden. Dahinter folgen das Weitersagen von Geheimnissen (46 Prozent) und Lästereien hinter dem Rücken (44 Prozent).



