Seit ihrem Austritt 2013 ist Leah Remini der Church of Scientology ein Riesen-Dorn im Auge – weil sie öffentlich die Sekte und deren Führungsringe attackiert. Jetzt zerrt die amerikanische Schauspielerin den Scientology-Boss David Miscavige und seine Untergebenen auch noch vor Gericht.
Die „King of Queens“-Darstellerin kündigte auf Twitter an, dass sie Zivilklage eingereicht hat – weil sie 17 Jahre lang von Scientology und deren Mitgliedern „belästigt, eingeschüchtert, überwacht und verleugnet“ worden sei.
In einem Statement verbreitete Remini unter anderem: „Dass ich mich für Opfer der Scientologen eingesetzt habe, hat mein Leben und meine Karriere schwer beeinträchtigt. Doch Scientology hat ihr größtes Ziel verfehlt – mich zum Schweigen zu bringen.“ Die 53-Jährige will sich zwar in ihrer Klage darauf fokussieren, was „Scientology mir angetan hat“, doch sie sieht sich gleichzeitig als nur „eine von Tausenden von Zielscheiben, auf die es Scientology in den letzten sieben Jahrzehnten abgesehen hat“.

Leah Remini: Scientology hat es nicht geschafft, mich zum Schweigen zu bringen
Remini war über ihre Mutter, eine gebürtige Österreicherin, in die Organisation gekommen, die sich selbst als Kirche bezeichnet. Zwischen 2016 und 2019 hatte sie eine Doku-Serie mit dem Titel „Leah Remini: Scientology and the Aftermath“ produziert. Darin enthüllte sie Storys über Scientology-Aussteiger, die danach von ihren eigenen Liebsten verbannt und von der Sekte eingeschüchtert wurden.
Mit ihrer Klage will Remini erreichen, dass Menschen wie sie frei über ihre Erfahrungen reden dürfen – „ohne dass sie Racheakte von einem milliardenschweren, steuerbefreiten Okkult befürchten müssen.“
Laut ihrer Klage vor dem Obersten Gerichtshof von Los Angeles, in die die „New York Post“ Einsicht bekam, behauptet Remini, dass die Church of Scientology sie „gestalkt, überwacht, gemobbt, bedroht und eingeschüchtert“ habe. Dazu sollen „absichtlich bösartige und erlogene Gerüchte von Hunderten Social Media Konten, die von Scientology gesteuert und koordiniert wurden,“ verbreitet worden sein: „Diese existieren nur, um mich einzuschüchtern und Falschinformationen über mich zu verbreiten.“
Dazu sollen auch ihre Familienmitglieder, Freunde und Kollegen „unerbittlich belästigt, bedroht, eingeschüchtert und bloßgestellt“ worden sein.


