Über 40.000 Menschen kamen am Wochenende bei bestem Konzert-Wetter zum großen Rap-Festival nach München. Aber leider blieb es nicht friedlich, es kam zu Ausschreitungen, es gab Verletzte. Ein Polizeisprecher des Münchner Polizeipräsidiums berichtete am Sonntag, dass die Stimmung beim Publikum „bemerkenswert aggressiv“ gewesen sei.
Bereits am Freitag, dem ersten Tag des dreitägigen Rolling-Loud-Festivals, seien neun Ordner verletzt worden, es sei zu Flaschen- und Steinwürfen gekommen. Auch einzelne Besucher seien an den Tagen verletzt worden.
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Sicherheitsfirma zieht Ordner ab
Laut Polizei zog ein Sicherheitsunternehmen wegen der Vorfälle auf dem Gelände an der Münchner Messe seine 65 Ordner ab. Es seien aber mehrere Sicherheitsunternehmen vor Ort gewesen. Die Polizei hatte wegen der Vorfälle die Zahl der eingesetzten Beamten am Samstag von etwa 300 auf 400 erhöht.
Deutsche Crowd unfassbar Cringe (ist mal wider nur in Deutschland passiert) vor allem dassss Auftritte verschoben werden mussten Weiß nicht ob Rolling Loud nach Deutschland gehört pic.twitter.com/XIng2Vpv4Q
— Karito (@KaritoWRLD) July 9, 2023
Zwischenzeitlich habe sogar ein Abbruch der Veranstaltung im Raum gestanden. Nach Angaben der Polizei wurde die Stimmung dann ab Samstagabend ruhiger. Am Sonntag seien die Konzerte wie geplant weitergelaufen.
Begonnen hatten die Probleme am ersten Tag an der zweiten Bühne des Musikfestivals. „Es waren mehr Menschen vor der Bühne, als eigentlich zugelassen sind“, meinte ein Polizeisprecher. Letztlich habe die Stadt München entschieden, diese Bühne an diesem Tag vorzeitig zu schließen. Zwei Auftritte hätten deswegen dann dort nicht mehr stattfinden können. An der Hauptbühne sei das Programm weitergegangen.
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Rolling-Loud-Festival stand vor Abbruch
Das Festival Rolling Loud fand zum ersten Mal in Deutschland statt. Seinen Start hatte das Festival im US-Bundesstaat Florida, später entwickelten sich dann weltweit Ableger, die Veranstalter sprechen vom größten Rap-Festival der Welt.
Von den Veranstaltern war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Sie wollten allerdings noch im Laufe des Nachmittags am Sonntag eine „umfassende Pressemitteilung“ herausgeben, wie eine Sprecherin mitteilte.
