Nach der Ankunft des gefährlichen Herpes-Virus EHV-1 in Deutschland ist die Aufregung im deutschen Reitlager groß. Schon zwei Pferde starben in Deutschland an der gefährlichen Erkrankung, insgesamt gibt es fünf tote Pferde deutscher Reiter zu beklagen, die Zahl der Todesfälle stieg weltweit auf sieben.
„Jedes Pferd, das daran verstirbt, ist eines zu viel“, sagte Geschäftsführer Soenke Lauterbach von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und ergänzte: „Es gibt noch keine pandemische Lage. Damit es aber nicht so weit kommt, haben wir harte Maßnahmen ergriffen.“
Reitervereinigung: „Schlimmster Ausbruch seit vielen Jahrzehnten“
Lauterbach verwies darauf, dass die FN in Absprache mit dem Weltverband FEI alle internationalen Turniere in Deutschland bis zum 28. März abgesagt hat. Neun weitere Länder schlossen sich an. Der Ausbruch sei „wahrscheinlich der schlimmste in Europa seit vielen Jahrzehnten“, sagte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez. Bei Menschen verursacht das Virus keine Krankheiten.
Alle verstorbenen Vierbeiner hatten mit über 700 weiteren Pferden im Februar an einer internationalen Turnierserie in Valencia teilgenommen. Dort war das Virus ausgebrochen. Wie die FEI am Mittwoch mitteilte, würden insgesamt noch 83 Vierbeiner Symptome zeigen, etliche Pferde befinden sich in der Tierklinik.
Zwei der fünf verstorbenen Pferde von deutschen Reitern sind mittlerweile bekannt. Es handelt sich dabei um die Stuten Quadira und Casta Lee, Pferde von Thessa Thillmann und Tim Uwe Hoffmann, beides Schüler des niedersächsischen Springtrainers Hilmar Meyer aus Thedinghausen.
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