Die Meldungen von verheerenden Bränden auf der ganzen Welt reißen nicht ab: Erst vor kurzem rückte die griechische Insel Rhodos ins Rampenlicht, nun ist das hawaiianische Urlaubsparadies Maui dran. Von dort gehen schockierende Bilder von Waldbränden um die Welt – inzwischen sind dort mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen.
Menschen springen in Todesangst ins Meer. Urlaubsziele werden evakuiert. Notrufe führen ins Nichts. Das Touristen-Traumziel Hawaii ist zur Feuerhölle geworden!
Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, sagte der Bürgermeister des Bezirks Maui, Richard Bissen. Mindestens 20 Personen weitere hätten Verbrennungen erlitten. Viele Gebäude seien „bis auf den Boden“ abgebrannt. Das ganze Ausmaß der Schäden sei noch nicht absehbar. Hawaiis Gouverneur Josh Green sprach von einer „schrecklichen Katastrophe“.
Bilder eine Drohne zeigen eindrucksvoll das ganze Ausmaß der Katastrophe:
Brände auf Maui: Reisende sollen die Insel so schnell wie möglich verlassen
Bereits am Mittwoch wurden Besucher dazu aufgerufen, die Insel so schnell wie möglich zu verlassen. Von Reisen nach Maui wurde im gleichen Atemzug abgeraten – das beliebte Urlaubsparadies sei kein sicherer Ort mehr. Das Problem: Reisende müssen nun ihre Fluggesellschaften kontaktieren, um die Flucht von der Insel zu organisieren. Durch die Brände gibt es im Westen von Maui aber keinen Strom und keine Telefonverbindungen mehr – Mobilfunk und Festnetz funktionieren nicht.

Augenzeugen beschrieben in Berichten unfassbare Szenen, die sich auf der Insel abspielten – vor allem im kleinen Küstenort Lahaina, der zu den am schwersten betroffenen Orten zählt. Menschen seien aus Verzweiflung ins Meer gesprungen, um vor den Flammen zu fliehen, die sich immer schneller ausbreiteten. Mehr als ein Dutzend Menschen mussten demnach von der Küstenwache aus dem Wasser gerettet werden.
Augenzeugen: Menschen retteten sich vor den Flammen ins Meer
Große Teile des Ortes wurden zerstört – momentan ist die Rede von mehr als 270 Gebäuden, die durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Wir haben kein Lahaina mehr, es ist weg“, sagte ein Einwohner gegenüber CNN. Helikopterpilot Richard Olsten sagte, der Ort sehe wie in einer Kriegszone aus, als ob das Gebiet bombardiert wurde.
Schuld an der raschen Ausbreitung des Brandes ist der Hurrikan „Dora“, der südlich der Inseln vorbeizieht – der Wind sorgt dafür, dass sich die Flammen rasch ausbreiten, macht aber auch die Bekämpfung der Brände schwieriger. „Die Tatsache, dass wir in mehreren Gebieten Waldbrände haben, die indirekt auf einen Hurrikan zurückzuführen sind, ist beispiellos. Das ist etwas, was die Bewohner von Hawaii und der Staat noch nicht erlebt haben“, sagte die stellvertretende Gouverneurin Sylvia Luke.





