Während die Bundesregierung weiter an der Verwendung von FFP2-Maske festhält, steht die EU-Gesundheitsbehörde ECDC dem zusätzlichen Nutzen des teuren Mund-Nasen-Schutzes im Alltag skeptisch gegenüber.
„Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und gesundheitlichen Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.
Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.
Lesen Sie auch unseren Corona-Newsblog >>
Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Bezirk Westliches Westfalen in Nordrhein-Westfalen hatte Mitte Dezember ihre 60 Pflegeheime davor gewarnt, von der Bundesregierung erhaltene FFP2-Masken zu benutzen. „Diese Masken sind völlig untauglich“, sagten AWO-Bezirksgeschäftsführer Uwe Hildebrandt und Vorstandsmitglied Serdar Yüksel.
