Mal ist der Arm zu kurz für den Ticketknopf, mal fährt man sich eine Schramme in die Felge - und die Häme des wartenden Hintermanns an der Schranke gibt's auch noch dazu. Parken kann blanker Stress sein.
Mit dem Sportwagenbauer Porsche baut nun ein weiterer Anbieter seine digitalen Dienste aus, die das ändern und das Parken einfacher, schneller und bequemer machen sollen, mit Parkplatzsuche per App, kontakt- und ticketloser Ein- und Ausfahrt im Parkhaus und automatischer Abrechnung am Monatsende.
BMW und Daimler mit „Park Now“ am Start
Allein ist der Konzern mit seinem Angebot freilich nicht. Rund ums Parken hat sich in den vergangenen Jahren eine ganze Branche mit verschiedenen Dienstleistungen etabliert - mal mehr, mal weniger umfangreich, mal mehr, mal weniger weit verbreitet. Neben vielen Start-ups wollen auch Autokonzerne wie eben Porsche und nicht zuletzt die Betreiber von Parkhäusern oder Parkplätzen selbst mitspielen.
BMW und Daimler etwa sind mit „Park Now“ inzwischen gemeinsam am Start, der Parkhausbetreiber Apcoa bietet an seinen Standorten „Apcoa Flow“ an. Dazu gibt es etliche kleinere, oft auch regionale Anbieter, die mit einzelnen Betreibern oder auch Städten kooperieren. Auch die Preismodelle sind unterschiedlich.
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Ein mögliches Problem für den Kunden: Wenn er Pech hat und die Dienste untereinander nicht kompatibel oder in seiner Stadt kaum verbreitet sind, muss er mehrere parallel nutzen - oder zur Not doch wieder ein Ticket ziehen. Auch das Parken an der Straße funktioniert nicht überall gleich. „Aus Kundensicht würde man natürlich sagen: Ich will nur eine Lösung“, sagt Bernd Bienzeisler, der beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
Aus Sicht der Anbieter aber sei es durchaus sinnvoll, das Geschäft und damit die Kundendaten nicht aus der Hand zu geben. Der Experte rechnet daher auch nicht damit, dass es am Ende nur den einen großen Anbieter für alles geben wird.
