Hat sich in einem Dorf in Polen wieder ein Fall wie der um Josef Fritzl zugetragen? Das „Monster von Amstetten“ hatte seine Tochter im Keller gefangen gehalten und mehrere Kinder mit ihr gezeugt. Mindestens einen Sohn tötete er. Auch diesmal machte die Polizei einen gruseligen Fund. Auch diesmal steht der Familienvater unter Verdacht...

Mutter der toten Kinder festgenommen
Im Keller eines Einfamilienhauses in der nordpolnischen Woiwodschaft Pommern nahe der Ostsee hat die Polizei die Leichen von drei Neugeborenen gefunden. Wie die Staatsanwaltschaft am Samstag der Nachrichtenagentur PAP bestätigte, wurden eine 20 Jahre alte Frau wegen Mordverdachts angeklagt und ein 54 Jahre alter Mann festgenommen. Nach Medienberichten handelt es sich um Paulina G., die Mutter der toten Kinder und den Vater der Frau, Piotr G.
Bereits am Freitagabend fand die Polizei im Dorf Czerniki, südwestlich von Danzig, einen toten Neugeborenen. Im Zuge der weiteren Durchsuchung des Hauses stießen die Polizisten in der Nacht zum Samstag auf eine weitere Leiche in bereits weit fortgeschrittenem Verwesungsstadium.
Nachdem die Polizisten am Samstagmorgen auch einen dritten toten Säugling fanden, bestätigte die Staatsanwaltschaft die Leichenfunde. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Am Samstagabend war die Polizei noch am Tatort und suchte nach möglichen weiteren Babyleichen, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete.
Ermittler fühlen sich erinnert an den Fall Fritzl
In den polnischen Medien ist der Leichenfund ein großes Thema. So berichtet Polsatnews, dass die Frau des festgenommenen Mannes vor 15 Jahren gestorben sei. Es heißt, sie sei alkoholkrank gewesen. Das Paar soll demnach 12 Kinder gehabt haben. Noch immer durchsuche die Polizei den Keller des Hauses – nach Spuren oder möglichen weiteren Leichen. Eine Polizistin bestätigte polnischen Medien, dass man befürchte, weitere tote Babys zu finden.



