In einem offenen Brief warnen Führungskräfte von OpenAI, Google Deepmind, Anthropic und anderen KI-Laboren, dass zukünftige KI-Systeme die Welt auslöschen könnten. „Die Minderung des Auslöschungsrisikos durch KI sollte neben anderen gesellschaftlichen Risiken, wie Pandemien und Atomkrieg, eine globale Priorität sein“, hieß es in einem Ein-Satz-Statement der KI-Experten.
Die Warnung wurde von 350 KI-Experten unterzeichnet. Unter den Unterzeichnern befinden sich auch die Top-Manager von drei führenden KI-Unternehmen: Sam Altman von OpenAI, Demis Hassabis von Google DeepMind und Dario Amodei von Anthropic. Zuerst hatte die „New York Times“ darüber berichtet.
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Sorge vor Gefahren Künstlicher Intelligenz wächst
Die Warnung bestärkt die Warnungen vor potenziellen Schäden durch künstliche Intelligenz. So hat die Weiterentwicklung der Technologie zu Bedenken geführt, dass sie im großen Stil zur Verbreitung von Fehlinformationen und Propaganda eingesetzt werden könnte. Auch gibt es Sorgen, dass Millionen von Arbeitsplätzen im Dienstleistungsbereich dadurch wegfallen könnten.
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Es gibt zudem eine wachsende Überzeugung, dass Künstliche Intelligenz das Potenzial hat, in kurzer Zeit erhebliche gesellschaftliche Veränderungen hervorzurufen, falls keine Maßnahmen ergriffen werden, um ihre Entwicklung zu kontrollieren. Diese Bedenken werden von einer Vielzahl von Führungspersönlichkeiten in der Branche geteilt.
KI-Unternehmen werben selbst für Regulierung
Paradoxerweise befinden sich die Unternehmensführer in der Situation, dass sie vor einer Technologie warnen und zu ihrer Regulierung aufrufen, andererseits aber die Technologie vorantreiben wollen. Dabei stehen sie im scharfen Wettbewerb um die schnellste Entwicklung.
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So trafen sich Altman, Hassabis und Amodei mit US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris, um über die Regulierung von KI zu sprechen. Anschließend warnte Altman, dass die Risiken fortgeschrittener KI-Systeme ernst genug seien, um ein Eingreifen der Regierung zu rechtfertigen.
Auch privat sollen viele weitere KI-Experten so denken.
Skeptiker halten Technologie noch für zu unreif
Doch es gibt auch andere Experten, die die KI-Technologie für zu unreif halten. Stattdessen seien viel kleinere Probleme für sie bedeutsam. So seien voreingenommene und falsche Antworten derzeit problematischer, als langfristige Gefahren.
Doch bei der rasenden Geschwindigkeit, mit der die KI derzeit verbessert wird, könnte das schneller zum Problem werden, als die Skeptiker erwarten.
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