Eine Anwältin verklagt ihren Ex-Boss wegen Diskriminierung und Sexismus am Arbeitsplatz. Jamie Pellegrin behauptet in ihrer Klage vor dem Zivilgericht, sie sei nur gefeuert worden, weil sie zu attraktiv war und sich nicht „wie eine Nonne“ kleiden wollte.
Pellegrin wurde im März 2017 in Lafayette im amerikanischen Bundesstaat Louisiana von der öffentlichen Vereinigung der Strafverteidiger angeheuert. Sie sollte Angeklagte verteidigen, die sich keinen Rechtsanwalt leisten konnten. Laut Klage habe ihr Vorgesetzter Paul Marx sie vom ersten Tag an mit „sexuell anzüglich und unziemlichen Bemerkungen“ bombardiert: „Er wollte wissen, ob ich bald schwanger werde. Weil er keine Lust hatte, mich schnell wieder ersetzen zu müssen. Danach hat er mich immer wieder mit Fragen zu meinem Sexleben gelöchert.“ Das war erst der Anfang. Marx wollte Pellegrin vorschreiben, sich so unattraktiv wie möglich zu kleiden: „Er behauptet, meine Outfits würden dazu führen, dass die Strafgefangen nach meinem Anblick sich selbst befriedigen würden. Er meinte, Männer hätte keine Selbstkontrolle und ich müsste sie von ihren niederen Instinkten bewahren, indem ich weniger schön aussehe.“ Laut Klageschrift habe Marx ihr dann gedroht: „Ich kann dich dafür feuern, dass du zu attraktiv bist, und du kannst nichts dagegen machen!“
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Nach fast drei Jahren der kruden Sprüche und Anzüglichkeiten legte Pellegrin eine offizielle Beschwerde gegen Marx ein. Nicht nur wegen sexueller Belästigung, auch weil sie im Gegensatz zu männlichen Kollegen unterbezahlt war. Marx stritt alles ab und feuerte die schöne Anwältin im März 2020. Angeblich wegen eines groben Verstoßes gegen die Dienstordnung, weil sie wegen einer Hochzeit einen Trainingskurs verpasst habe.
