Der deutsche Verkehrssektor ist in Klimafragen ein echtes Sorgenkind. Die Ziele werden immer wieder verfehlt, politische Gegenmaßnahmen oder Visionen sind rar gesät. Diese politische Lücke versucht seit einigen Jahren die Deutsche Bahn zu füllen und damit auch werbetechnisch für sich zu nutzen. So hat die Bahn angekündigt, bereits bis 2040 vollständig klimaneutral sein zu wollen. Dafür sollen beispielsweise Werke, Bürogebäude und Bahnhöfe ab 2025 vollständig mit Ökostrom versorgt werden.
Und auch in den Zügen wurden Veränderungen auf den Weg gebracht. Als Alternative zur CO₂-intensiven Kuhmilch gibt es bereits seit Monaten auch Hafermilch und nun wurde die vegane Currywurst, die im Januar getestet wurde, auch dauerhaft ins Programm des Bordbistros aufgenommen. Auf Twitter gibt es dafür Lob – aber auch wütende Kommentare von Fleisch-Fanatikern.
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Ab März kommen alle drei veganen Aktionsgerichte des #Veganuary ins Standardsortiment der Bordgastro – darunter die #Currywurst, die schon jetzt der Top-Seller ist. Die Fleischvarianten der Gerichte werden natürlich auch weiterhin angeboten. pic.twitter.com/AxJgKfMu1p
— Deutsche Bahn AG (@DB_Presse) January 31, 2023
So schreibt ein User ganz offenbar in seinem Stolz getroffen:„ Es gibt keine vegane Currywurst. Ebenso wenig, wie es bei Pferden keinen schwarzen Schimmel gibt. Currywurst enthält Fleisch von Tieren und ist damit nie vegan. Was Ihr anbietet, ist veganer Currywurstersatz. Bitte entsprechend kennzeichnen.“
Vegane Currywurst bei der Bahn: Fleisch-Fan hat Angst vor Verwechslung
Ein anderer fragt spöttisch: „Warum steht da Wurst drauf?“ Und ein dritter ist sich scheinbar gar nicht so sicher, ob es wirklich einen Unterschied zwischen einer Wurst aus Schwein (so wird sie im Bordbistro angeboten) oder Erbsenprotein ist: „Woran erkenne ich denn, dass, wenn ich zukünftig eine Currywurst bestelle, diese dann auch die richtige ist? Und nicht die, die weg muss?“
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