Wir schön kann Impfen sein? Schaut man in das Gesicht von Ethel Jean Murdoch könnte man glaube, es gibt nichts Schöneres. Die Freude und die Erleichterung sprüht förmlich aus ihrem Gesicht. Doch das ist eigentlich kein Wunder, denn die 95-jährige Britin hat regelrecht auf diese Spritze hingefiebert. Der Grund: ihre große Familie.
Denn die Frau, die aus der Nähe von Liverpool in Nordengland stammt, ist seit dem 30. August Ururoma! Doch wegen der Corona-Pandemie konnte die 95-Jährige den kleinen James noch nicht ein einziges Mal besuchen – geschweige denn in ihre Arme schließen. Schließlich gehört die Britin in ihrem Alter zur absoluten Corona-Risikogruppe und befand sich daher in den vergangenen Wochen und Monaten in Isolation.
Doch nun geht die Zeit des Wartens für die Britin vorbei. Sie wurde am Mittwoch im Aintree University Hospital von Liverpool mit dem Wirkstoff des Mainzer Unternehmens Biontech gegen das Coronavirus geimpft. „Das Schwierigste war es, meine Familie nicht fest umarmen zu können“, berichtet die Seniorin nach dem Pieks, der ihr nach langem Warten die Freiheit zurückgab. Besonders weil ihr Ururenkel James fünf Wochen zu früh zur Welt gekommen war, wäre sie gerne für ihre Angehörigen da gewesen, sagt Ethel Murdoch, die ein großer Fan des Fußballklubs Everton ist. Doch das sei in diesen Zeiten einfach nicht möglich gewesen.
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Ethel Jean Murdoch war eine der Ersten, denen der Impfstoff von Biontech verabreicht wurde. In Großbritannien ist das Mittel seit Dienstag im Einsatz. Zunächst erhalten Menschen über 80, Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeheimen und besonders gefährdetes medizinisches Personal das Vakzin - in diese Gruppe fiel natürlich auch die 95-jährige Ururoma Ethel
