Die Suche nach dem Corona-Virus im Berliner Abwasser soll ausgeweitet werden. Das erklärte Gesundheitsstaatssekretär Thomas Götz. In der Gesundheitsverwaltung wird außerdem überlegt, ob man auch nach anderen Krankheitserregern im Abwasser suchen soll.
Der CDU-Abgeordnete Christian Zander hatte nach dem Umfang der bisherigen Untersuchungen, den Kosten und den Ergebnissen gefragt.
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Der Senat konnte mitteilen, dass seit Februar der sogenannte Zulauf des Klärwerks Ruhleben in einem Pilotprojekt von den Wasserbetrieben untersucht wird. Seit dem 10. Mai laufen die Ergebnisse automatisch beim Landesamt für Gesundheit und Soziales sein, werden seit einem Monat im Corona-Lagebericht Berlins veröffentlicht.
Das hat so lange gedauert, weil erst ein Modell entwickelt werden musste, das die Schwankungen der Abwasserkonzentration aus den Ergebnissen herausrechnet.
Laut Staatssekretär Götz haben die Abwasserdaten belegt, dass es seit Ende Mai 2022 „zwei Wellen gegeben hat, die durch die besorgniserregende Virusvariante Omikron hervorgerufen wurden“. Prognosen ließen sich aus der Virus-Belastung des Abwassers aber nicht herleiten.
Zuletzt stieg die Virenbelastung im Abwasser deutlich an
Zuletzt hat es laut den Daten einen deutlichen Anstieg von Omikron im Abwasser gegeben, der im Gegensatz zu der Zeit vor November die 7-Tage-Inzidenz deutlich überschreitet.

Abwasser-Projekt läuft im Januar aus, soll aber fortgeführt werden
Bis zum 15. Januar ist das Projekt über ein Forschungsvorhaben der EU mit dem rätselhaften Kürzel ESI-CorA finanziert. 60.000 Euro standen für wöchentlich zwei Probenentnahmen in Ruhleben und deren Untersuchung zur Verfügung.
Der Bund habe weitere Mittel in Aussicht gestellt, was aber noch nicht gewiss sei. Bis Ende 2023 will die Gesundheitsverwaltung daher die Analysen im Klärwerk Ruhleben sowie - neu - Waßmannsdorf und Schönerlinde aus laufenden Mitteln bezahlen. Für den Doppelhaushalt 2024/2025 soll dann ein eigener Haushaltstitel angemeldet werden.


