Nun hat also auch die Stiko in Deutschland nachgezogen! Die im Robert Koch-Institut angesiedelte Expertengruppe empfahl kürzlich auch schwangeren und stillenden Frauen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, sich zum impfen. Völlig unabhängig davon, ob sie zu einer Risikogruppe gehören oder nicht. Bereits vor zwei Monaten hatte die Bürgermeisterin der italienischen Stadt Turin Chiara Appendino (5 Sterne Bewegung) sich als schwangere Frau impfen lassen - und ruft nun über die sozialen Netzwerke auf, es ihr gleich zu tun.
Chiara Appendinos eindringlicher Appell an schwangere Frauen
„Das ist Andrea, und wenn er geboren wird, wird er bereits die Antikörper für Covid-19 haben“, schrieb die 37-Jährige. „Er wird sie bekommen, weil ich mich im sechsten Monat der Schwangerschaft für die Impfung entschieden habe.“ Appendino hatte sich, wie nun von der deutschen Stiko empfohlen, für einen mRNA-Impfstoff entschieden und ihn gut vertragen. „Zwei Dosen, keine Symptome nach der ersten, einen halben Tag Erschöpfung nach der zweiten“, beschrieb sie.
Inzwischen sei Appendino im achten Monat schwanger und es gehe ihr und ihrem Baby Andrea sehr gut, sagt sie und will damit ihre guten Erfahrungen weitergeben. Doch dass sie ihre positiven Erfahrungen teilt, hat einen ernsten Grund: Wenige Tage zuvor hatte in Italien eine ungeimpfte Frau eine durch Covid-19 verursachte Frühgeburt erlitten. Das Baby überlebte nicht. Solche Fälle will Chiara Appendino in der Zukunft verhindern und wirbt daher mit ihrer eigenen Geschichte für die Impfung.

Auch in Deutschland können sich Schwangere nun impfen lassen
„Für diejenigen, die sich während der Schwangerschaft impfen lassen, gibt es keine Gegenanzeigen, die sich vom Rest der Bevölkerung unterscheiden, während bei einer Ansteckung mit Covid das Risiko einer Frühgeburt definitiv höher ist“, schließt Appendino ihr Statement.
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