Ein dramatischer Zwischenfall im All bringt den Luftverkehr in Europa durcheinander: Ein bis zu 23 Tonnen schweres Teil einer chinesischen Rakete drohte, in die Erdatmosphäre einzudringen und in Spanien aufzuschlagen. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Experten sind empört.
Chaos im spanischen Flugverkehr – mit erheblichen Auswirkungen auf internationale Flugbewegungen! Wegen des Absturzes eines Rests einer chinesischen Weltraumrakete ist am Freitag der Luftraum über Teilen Spaniens am Freitagmorgen vorübergehend gesperrt worden. Betroffen waren die Flughäfen von Barcelona, Tarragona und Ibiza, wie spanische Medien unter Berufung auf den Zivilschutz berichteten.
Die Maßnahme wurde nach etwa 40 Minuten kurz nach 10.00 Uhr morgens beendet, wie der Zivilschutz auf Twitter mitteilte. Sie könne aber noch den ganzen Tag über zu erheblichen Verzögerungen im Flugverkehr führen, schrieb die Zeitung „El País“. Der gesamte Flugverkehr auf den genannten Flughäfen war zeitweise zum Erliegen gekommen.
Warnung der europäischen Flugaufsicht vor 23 Tonnen schwerem Raketenteil
Grund der Schließung des Luftraumes sei eine Warnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) gewesen, dass ein zwischen 17 und 23 Tonnen schweres Teil einer chinesischen Rakete vom Typ „Langer Marsch 5B“ über den betroffenen Teilen Spaniens niedergehen könne. Zwar verglühe die Raketenstufe teilweise beim Eintritt in die Erdatmosphäre, aber größere Schrottteile könnten immer noch eine Gefahr darstellen. Der Weltraumschrott stamme von einer Rakete, mit der China am Montag das vorerst letzte Modul seiner im Bau befindlichen Raumstation „Tiangong“ ins All befördert hatte.



