Belarus (Weißrussland) ist vom Eurovision Song Contest (ESC) im Mai ausgeschlossen worden. Das hat die Europäische Rundfunkunion entschieden, wie sie am Freitagabend mitteilte. Auch das neu eingereichte Lied verstoße gegen die ESC-Regeln, die sicherstellten, „dass der Wettbewerb nicht instrumentalisiert oder in Verruf gebracht wird“. Die staatliche Rundfunkgesellschaft von Belarus habe es versäumt, „innerhalb der verlängerten Frist einen teilnahmeberechtigten Beitrag einzureichen“, hieß es.
ESC: Belarus' Beitrag stelle den „nicht-politischen Charakter des Wettbewerbs infrage“
Zunächst war der Song „Ja nauchu tebja“ („Ich werde dir beibringen“) der Band Galasy ZMesta eingereicht worden. Die ESC-Organisatoren monierten bei diesem Lied, dass es in seiner jetzigen Form „den nicht-politischen Charakter des Wettbewerbs infrage“ stelle.
Es hatte Beschwerden gegeben, weil der Song mit Zeilen wie „Ich werde dir beibringen, nach der Melodie zu tanzen“ in den Augen vieler Menschen die Protestbewegung gegen Langzeitmachthaber Alexander Lukaschenko verhöhnt. Belarus reichte nach der Kritik einen neuen Song der Band ein, der nun ebenfalls von den ESC-Verantwortlichen kassiert wurde.
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