Uli Hoeneß ist für drei Dinge bekannt: Er war lange Jahre das Gesicht des FC Bayern München, zeitgleich produzierte er Nürnberger Rostbratwürstchen und er hackt gerne auf anderen herum. Die Liste derer, die er schon einmal fertig gemacht hat, ist lang: Da wären Christoph Daum, Otto Addo Mesut Özil, Juan Bernat – und jetzt auch noch alle Veganer!
Uli Hoeneß pöbelt gegen Veganer
Ein gutes Haar lässt Hoeneß im Interview mit Antenne Bayern nicht an der veganen Ernährung. Ganz Wurstfabrikant (er hat die Führung seiner Wurstfabrik inzwischen seinem Sohn überlassen), lässt er verlauten, dass er veganes Essen – was genau, sagt er nicht – schon einmal probiert habe, aber er zu dem Schluss kam, dass das nichts für ihn sei. „Mir schmeckt das Zeug nicht, weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Bratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker.“
Und obwohl Hoeneß ja fast noch versöhnlich anfing, verfiel er schnell wieder in alte schwarz-weiße Pöbelmuster. Vegane Ernährung akzeptiere er „überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden“ Wenn er 70 werde, wolle er seinen Gästen jedenfalls Fleisch servieren, das diese „Spaß beim Essen“ haben sollen.
Uli Hoeneß zeigt sich als militanter Fleischverteidiger
Angriffslustig fügt er hinzu: „Das soll jeder machen. Aber das Problem ist: Die sind ja militant. Wenn du heute die kritisierst, greifen sie dich an.“ Er wolle sich jedenfalls nicht reinreden lassen, sagte Hoeneß, nachdem er ja einiges dafür tat, um Menschen in ihre vegane Ernährung hereinzureden. Böse Zungen würden ihn fast als militanten Fleischverteidiger bezeichnen.
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Was ist dran an Uli Hieneß' Pöbeleien?
Und was ist dran an Uli Hoeneß Pöbeleien? Insgesamt (mal wieder) nicht viel. Zwar ist richtig, dass Veganer Vitamin B12 nicht durch ihre Nahrung aufnehmen können und dafür Nahrungsergänzungsmittel brauchen, doch ob Nürnberger Bratwürste auch als positives Gegenbeispiel taugen, ist fraglich. Immer wieder gibt es Studien, die verarbeitete Fleischwaren wie eben Würste in den Verdacht stellen, Krebs zu erregen.
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