Ist sie das Arbeitsmodell der Zukunft – oder macht sie uns fauler und sorgt für den Zusammenbruch der Wirtschaft? Die Meinungen zur 4-Tage-Woche gehen auseinander. Die einen sehen darin die perfekte Idee für eine bessere „Work-Life-Balance“, andere fürchten die Auswirkungen. In Sachsen wurde die 4-Tage-Woche jetzt bereits eingeführt – an der ersten Schule! Kein Scherz: An einem Gymnasium in Altenberg wird nur noch an vier Tagen unterrichtet.
Erste Schule in Sachsen führt die 4.Tage-Woche für Schüler ein
Zum Start des neuen Schuljahres ist die Schule, eine Außenstelle des Gymnasiums im sächsischen Dippoldiswalde, zu einem neuen Unterrichtsmodell gewechselt. Dieses sieht vor, dass nur noch an vier Tagen in der Woche regulärer Unterricht stattfindet. Am fünften Tag wird die Schule zwar auch besucht – dieser ist aber zukünftig für Ausflüge reserviert. Jeden Mittwoch sollen nun Exkursionen geplant, Sport- und Wandertage durchgeführt oder Schüler individuell gefördert werden.
Hintergrund der Aktion: Ein fester Tag für solche Aktionen soll alles für Schüler, Lehrer und Eltern planbarer machen. Außerdem soll mit solchen Projekten der Bezug der Schüler zur Region gestärkt werden. Und: Gegenüber dem MDR sagte Schulleiter Volker Hegewald, dass es die Schüler nachhaltiger präge, wenn sie Dinge erleben dürfen und nicht nur im Klassenzimmer sitzen müssen.

Die Schule will sich dafür weitere „Lernorte“ erschließen, die es in der Region laut Hegewald reichlich gibt. Dazu sollen laut „Sächsischer Zeitung“ das Geißlerhaus Bärenstein, der Botanische Garten in Schellerau und das Schloss Lauenstein gehören. Dort lassen sich mehrere Fächer im Rahmen von Exkursionen miteinander verbinden, heißt es. Einmal im Quartal soll es zudem einen Sportaktionstag geben, an dem die Schüler beispielsweise zum Klettern oder auf die Rodelbahn fahren – Aktionen, die im normalen Sportunterricht sonst kaum möglich wären.
4-Tage-Woche in der Schule wird von Wissenschaftlern der TU Dresden begleitet
Und was sagen die Behörden dazu? Laut „SZ“ wolle sich das Landesamt für Schule und Bildung das Projekt genau anschauen. Außerdem sind Forscher der Technischen Universität Dresden involviert, die Ergebnisse sollen am Ende des Schuljahres ausgewertet werden. Dann soll auch darüber entschieden werden, ob die Aktion in den kommenden Schuljahren fortgesetzt wird.




