Jeder Berliner weiß: In großen Teilen der Spree sollte man lieber nicht baden. Im Hauptstadt-Fluss schwimmt einfach zu viel Müll herum. Erst am Dienstag wurde eine noch aktive Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Und dann gibt es noch Schlagzeilen wie diese: Am Mittwoch wurden zwei Leichen aus der Spree geborgen.
Toter in Charlottenburg vermutlich Obdachloser
Die Berliner Polizei hat am Morgen zwei Tote aus der Spree fischen müssen, wie RBB berichtet. Zuerst wurde die Leiche eines Mannes in Charlottenburg gefunden: Er tauchte am Österreichpark zwischen der Caprivi-Brücke und der Schlossbrücke an der Sömmeringstraße auf. Als der auf dem Fluss treibende Mann entdeckt wurde, wurde der Notruf gewählt. Gegen 7.45 Uhr traf schließlich ein Großtrupp zur Rettung ein – darunter auch Taucher der Feuerwehr und Wasserschutzpolizei. Doch dem Unbekannten war nicht mehr zu helfen, der Notarzt stellte noch vor Ort seinen Tod fest.
Der Tote soll vermutlich ein Obdachloser gewesen sein. Was ihm passiert ist, ist aber noch völlig unklar. Die Polizei gehe von einem Unfall aus, da es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gäbe. Die angeordnete Obduktion soll weitere Details klären.

Zweite Leiche in Friedrichshain ebenfalls ein Mann
Keine zwei Stunden nach dem ersten Fund wurde um 9.20 Uhr eine weitere männliche Leiche gemeldet. Der Tote wurde nahe der Stralauer Allee, auf Höhe des Ostbahnhofs in Friedrichshain entdeckt und schließlich von Rettungskräften aus dem Wasser geborgen. Die Identität der Leiche konnte noch nicht geklärt werden, eine Polizeisprecherin sprach lediglich von einer „männlichen erwachsenen“ Person.

