Berlin hat ein Drogenproblem – das ist kein Geheimnis. Gerade erst wurden die neuen Pläne für den Görlitzer Park enthüllt, um einen der Top-Drogenumschlagplätze der Hauptstadt etwas sicherer zu machen. Doch wie diese heftige Schlagzeile jetzt zeigt, können die Polizisten ihre Augen nicht überall haben: Ein Rentner ist im Lichtenberger Ortsteil Rummelsburg ermordet worden. Die Tat könnte mit Drogengeschäften zusammenhängen.
Das Mordopfer hat sich die Rente mit Drogengeld aufgebessert
Dieser Einsatz liest sich wie ein TV-Krimi! Die Berliner Polizei berichtet: Am Mittwochabend hörten Zeugen aus einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Maximilianstraße Hilferufe ihres 61-jährigen Nachbarn. Wenig später bemerkte ein Zeuge zwei Männer, die die Wohnung des Rentners verließen. Einer der mutmaßlichen Täter soll in Richtung S-Bahnhof Lichtenberg, der andere in Richtung S-Bahnhof Nöldnerplatz geflüchtet sein.
Kurz nachdem die Männer abgehauen sind, trafen die alarmierten Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 34 ein. Der verletzte Mann war zu diesem Zeitpunkt noch am Leben und ansprechbar: Er sagte aus, dass er von zwei Männern in seiner Wohnung angegriffen und beraubt worden sei. Seine Verletzungen von dem Überfall müssen verheerend gewesen sein, denn: Der Gesundheitszustand des 61-Jährigen verschlechterte sich plötzlich, sodass die Einsatzkräfte gegen 19.50 Uhr Reanimationsmaßnahmen begannen. Doch dem Rentner konnte nicht mehr geholfen werden, er verstarb im Beisein der Notärztin und Beamten in seiner Wohnung.
Die Mordkommission des Landeskriminalamtes ist bereits an dem Fall dran. Der Tatort in Rummelsburg sei bis in den frühen Donnerstagmorgen von der Kriminaltechnik untersucht worden. Seine Leiche ist beschlagnahmt und bereits in die Rechtsmedizin gebracht worden. Die Obduktion wurde auch schon angeordnet, sie soll mehr Klarheit über die genauen Todesumstände schaffen.



