Verdacht auf Geldwäsche

Möglicher Finanzskandal – Razzia bei Deutscher Bank in Berlin

An einem Standort der Deutschen Bank in Berlin gibt es derzeit eine Razzia. Verdacht auf Geldwäsche mit ausländischen Firmen.

Author - Sebastian Krause
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Razzia bei der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche. BKA Beamte waren im Gebäude in der Otto-Suhr-Allee im Einsatz.
Razzia bei der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche. BKA Beamte waren im Gebäude in der Otto-Suhr-Allee im Einsatz.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Razzia bei der Deutschen Bank. Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) durchsuchen seit Mittwochvormittag einen Standort in Berlin sowie die Zentrale in Frankfurt am Main. Die Beamten handeln im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Das berichtet der Spiegel.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins hätten rund 30 Ermittler um kurz nach 10 Uhr den Sitz des Geldhauses in Frankfurt betreten.

Verdacht auf Geldwäsche bei der Deutschen Bank

Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main führt die Behörde „gegen bislang unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter der Deutschen Bank“ ein Ermittlungsverfahren. Der Verdacht: Geldwäsche!

Wie es heißt, soll das Geldhaus Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten haben. Die stünden im Verdacht, „zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden zu sein“.

Deutsche Bank bestätigt Razzia im eigenen Haus

„Zu dem Hintergrund der Geschäftsbeziehungen, den über die Deutsche Bank AG erfolgten Transaktionen und deren Umfang sowie zu den Gesellschaften selbst können keine weiteren Angaben gemacht werden“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Durchsuchungen auf Anfrage, ohne weitere Details zu nennen: „Wir bestätigen, dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank derzeit eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt durchgeführt wird“, teilte der Sprecher mit. „Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns darüber hinaus nicht äußern.“

Am Mittwochvormittag gab es eine Razzia bei der Deutschen Bank in Berlin. Die Straße war mit Autos voll.
Am Mittwochvormittag gab es eine Razzia bei der Deutschen Bank in Berlin. Die Straße war mit Autos voll.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Spur könnte zu Roman Abramowitsch führen

Der Vorfall könnte brisant sein und weitere Ermittlungen nach sich ziehen. Wie der Spiegel berichtet, steht die Razzia in Zusammenhang mit Unternehmen, die dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch zugeordnet werden. Er steht seit Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union.

Nicht die ersten Vorwürfe gegen die Deutsche Bank

Geldwäsche-Vorwürfe bei der Deutschen Bank sind nicht neu. Ende April 2022 durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und Bafin die Zentrale in Frankfurt. Auch Bußgelder wegen verspäteter Geldwäscheverdachtsmeldungen musste die Bank schon zahlen.

Bankmitarbeiter sind per Gesetz verpflichtet, bei einem Verdacht, dass Kunden Gelder aus kriminellen Geschäften waschen wollen oder dass Transaktionen im Zusammenhang mit Terrorismusfinanzierung stehen, dies unverzüglich zu melden. Häufig betreffen solche Verdachtsanzeigen den Korrespondenzbankbereich. Dort hilft die Deutsche Bank mit ihrer globalen Reichweite anderen Geldhäusern bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Wieder gibt es Geldwäsche-Vorwürfe gegen die Deutsche Bank. Betroffen von einer Razzia ist auch ein Standort in Berlin.
Wieder gibt es Geldwäsche-Vorwürfe gegen die Deutsche Bank. Betroffen von einer Razzia ist auch ein Standort in Berlin.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Sonderbeauftragter soll Kampf gegen Geldwäsche überwachen

Die Finanzaufsicht Bafin schickte der Bank zeitweise einen Sonderbeauftragten ins Haus, der Fortschritte beim Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen sollte – ein Novum in der deutschen Bankenbranche. Ende 2024 wurde der Sonderbeauftragte abgezogen.