Polizeieinsätze hat es an der Villa des Remmo-Clans in Berlin-Neukölln schon mehrere gegeben, doch dieser hatte es in sich: Mitglieder des polizeibekannten Clans sollen über Weihnachten in dem Haus mit einem Tiger posiert haben. Ein entsprechendes Foto hatte einer der Clan-Junioren selbst auf Instagram als neues „Familienmitglied“ vorgestellt. Doch als die Polizei am Dienstag zugriff, war von dem Raubtier keine Spur mehr zu sehen.
Der Bezirk Neukölln will die Angelegenheit jedoch nicht auf sich beruhen lassen. Nun ermittelt das Ordnungsamt, wo das Tier abgeblieben ist. Es müsse geklärt werden, wo der Tiger herstammt und ob Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorlägen, sagte eine Sprecherin des Bezirks Neukölln am Donnerstag. Nach der Berliner Verordnung zur Haltung von „gefährlichen Tieren wildlebender Arten“ dürfe ein Tiger privat nicht gehalten werden. Vor diesem Hintergrund war zur Durchsuchung mit Unterstützung der Polizei am vergangenen Dienstagabend in der Villa im Neuköllner Stadtteil Buckow gekommen.
Lesen Sie auch: Michelle Obama: Ich konnte meinen Mann zehn Jahre lang nicht ausstehen! >>
Angeblich wurde Tiger von einem Zirkus ausgeliehen – Ordnungsamt spricht von illegalem Tierhandel
Es habe Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestanden, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Tier vom Grundstück entkommt, hieß es vom Bezirk. Ferner habe die Gefahr illegalen Tierhandels bestanden. Das Amtsgericht Tiergarten habe wegen der Dringlichkeit einen Beschluss für die Durchsuchung und Sicherstellung des Tigers erlassen. Zum Zeitpunkt des Einsatzes war das Tier allerdings nicht mehr in der Villa. Clanmitglieder hatten behauptet, sie hätten das Tier von einem Zirkus ausgeliehen. Entsprechende Nachforschungen verliefen jedoch bislang ins Leere.
Nach KURIER-Informationen stammt das Jungtier vom Circus Berolina in Waltersdorf. Dort hatte man ein Fotoshooting mit dem etwa ein Jahre alten Tiger vereinbart – nach Angaben des Zirkus ganz legal.



