
Eigentlich sollten Freibäder doch ein Ort der Entspannung sein, wo man seine Kinder gerne frei herumflitzen lässt. Stattdessen gibt es in Berlins Sommer-Oasen Massenprügeleien, Drohungen und renitente Badegäste – die Polizei muss ständig anrücken. Sicher fühlt sich keiner mehr so richtig. Bisher versuchte die Stadt sich mit Maßnahmen wie Ausweiskontrollen, personalisierten Eintrittskarten und mehr Sicherheitspersonal an einer Lösung. Doch schaut man sich die jüngsten Schlagzeilen an, ist der Erfolg eher mäßig. Vielleicht wird ja dieses neue Präventionsprojekt im Sommerbad Kreuzberg endlich helfen?
Prinzenbad startet Gewaltprävention
Das gab die Senatsverwaltung für Inneres und Sport jetzt via X (ehemals Twitter) bekannt. Im Sommerbad Prinzenbad in Kreuzberg ist am Freitag ein Pilotprojekt zur Gewaltprävention gestartet: Das Projekt „SpOrt Bad“ soll nach Angaben der Senatsverwaltung bis zum Ende der Sommersaison laufen. Die Grundidee: Sport gegen Gewalt.
Innen-und Sportsenatorin Iris Spranger erklärt: „Die Maßnahme verfolgt einen innovativen Ansatz, der Jugendsozialarbeit und Sport kombiniert, und vor allem junge Badegäste zur sportlichen Betätigung einlädt.“
2/3 „Die Maßnahme verfolgt einen innovativen Ansatz, der Jugendsozialarbeit und Sport kombiniert, und vor allem junge Badegäste zur sportlichen Betätigung einlädt. Ich danke allen Beteiligten, die dieses Projekt so schnell umgesetzt haben.“
— Senatsverwaltung für Inneres und Sport (@Innensenatorin) August 18, 2023
Ob sich die hohe Zahl der Gewaltdelikte in den Bädern so wirklich senken lässt? Dürfen die Berliner sich bald sicherer fühlen? Es bleibt abzuwarten.

So heftig ist die Lage in den Berliner Sommerbädern
Die Freibäder der Hauptstadt sind absolute Brennpunkte – das zeigen auch die beunruhigenden Zahlen: Insgesamt hat die Berliner Polizei in der ersten Hälfte der diesjährigen Sommersaison (Anfang Mai bis Mitte Juli) 48 Gewaltdelikte in den Einrichtungen gezählt: Darunter fielen von vor allem Körperverletzungen, aber auch einige sexuelle Belästigungen, Bedrohungen, Nötigungen und Raubtaten.


