Am Morgen vor Heiligabend schickt eine Freundin ein Bild, welches ihre Tochter gemalt hat. 22. Dezember steht da, kleine Viren gucken grimmig. Ein Coronatest mit zwei Streifen ist abgebildet. „Schöne Bescherung“, antwortet eine andere Freundin in der Chatgruppe.
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SV, Corona, Husten und Grippe lauern an jeder Ecke
Berlin schnupft, hustet, fiebert. Auch die Kollegen schleppen sich im Homeoffice vom Arzt noch einmal an den Bildschirm, weil die andere Hälfte sich schon fiebernd abgemeldet hat. Wir balancieren an der Kante von RSV, Corona, Husten und Grippe entlang und versuchen gleichzeitig, den alljährlichen Weihnachtswahnsinn abzuarbeiten.
Jeden Morgen höre ich gespannt, ob sich der Husten des Sohnes verändert hat. Jeden Abend werden die Stirnen der Kleinen ängstlich befühlt. Eigenes Halskratzen spüle ich mit Zitrone pur weg. Durchhalten bis nach Weihnachten ist die Devise.

Die Agentur meldet: niemals zuvor sind in Berlin so viele AOK-Versicherte krankgeschrieben gewesen wie Mitte Dezember. In der zweiten Dezemberwoche meldeten sich 73 Prozent mehr Versicherte krank als im Mittel der drei Vorjahre. Bei Barmer, Techniker und Co wird es nicht anders aussehen, fürchte ich. Ein Indiz: Auf der KURIER-Homepage klickt ein Text darüber, in welchen Müll eigentlich Taschentücher entsorgt werden sollen, auffällig gut.
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Kein Wunder, der höchste jemals gemessene Krankenstand ist laut AOK vor allem auf den rapiden Anstieg von Erkältungskrankheiten zurückzuführen. Allein in der ersten Dezemberhälfte meldeten sich rund 23 200 AOK-Versicherte wegen eines Atemwegsinfekts krank – im Vorjahresmittel waren es rund 9500 Krankmeldungen.
Downsizing an Weihnachten
Bei der Grippe ist der Anstieg ebenso hoch: In den ersten beiden Dezemberwochen sind mit 444 ärztlich diagnostizierten Fällen sogar fast viermal mehr Menschen betroffen als im Vorjahresmittel.
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