Wer sich morgens aus der häuslichen Kontaktsperre ins Freie wagt, fühlt sich in Winterzeiten zurückversetzt - dabei nimmt der Frühling doch jetzt gerade Fahrt auf. Auf bis zu minus neun Grad fallen die Tiefstwerte unsere Region in Bodennähe in der Nacht zu Donnerstag. Trotzdem, erklärt Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net), ist der bald endende März immer noch zwei Grad zu warm, "verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990". Die kommenden Höchstwerte liegen voll und ganz im Trend eines zu warmen Monats: Frühlingshafte 16 Grad erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag stellenweise in unserer Region. Andernorts reicht es sogar für bis zu 18 Grad.
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Der sibirische Frost verliert langsam seine Unbarmherzigkeit, und Pflanzenfans könnten dann versucht sein, Balkon, Terrasse oder Datscha zu begrünen. Keine gute Idee, denn der nächste Kaltluftschock steht schon vor der Tür. Statt aus Russland kommt die folgende Eiseskälte direkt aus der Arktis. Schon ab Sonntag geht es steil abwärts mit den Temperaturen: maximal sechs Grad am Tag und neue Frostnächte werden viele Berliner dann bald zurück in die beheizte Wohnung treiben. Wer dennoch aus dem Home Office flieht, sollte sich darauf einstellen, dass sogar Flocken hinabrieseln können. Ganz im Süden Deutschlands werden die Menschen sogar auf eine Schneedecke blicken.
