Urlauber in Spanien schmoren derzeit bei bis zu 36 Grad - Temperaturen, die wir in den vergangenen Sommern auch daheim erlebten. Doch dieser Sommer hat wenig mit denen von 2018 und 2019 gemein, die im Zeichen von Dürre und sengender Hitze standen. In diesem Juli war es bislang keine Selbstverständlichkeit, dass das Thermometer tagsüber überhaupt die 20-Grad-Marke überschritt. Immerhin blicken wir nun in Berlin und Brandenburg einem sehr warmen und vielerorts heiteren Wochenende entgegen.
Doch der Deutsche Wetterdienst (DWD) schränkt gleich ein: Zwischen Uckermark und Niederlausitz sind am Samstag bei Höchstwerten von 27 Grad am Nachmittag Schauer möglich. Im Berliner Raum und im Norden der Region dominiert jedoch die Sonne. Und noch wärmer wird der Sonntag: Bis 29 Grad erwartet der DWD - aber nun in im Osten gleich mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Sogar Starkregen und heftige Böen drohen im Umfeld von Gewittern. Ähnlich wackelig geht es in die neue Woche: Wieder steigen die Werte auf bis zu 29 Grad, aber örtlich können Gewitter niedergehen, und immer wieder ist mit Schauern zu rechnen.
Gespannt schauen die Meteorologen nun auf die Trend-Vorhersagen für die kommenden 14 Tage - denn eigentlich gehen wir nach diesen wechselhaften Wochen der heißesten Zeit des Jahres entgegen, den sogenannten Hundstagen. Doch Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) hat eine Hiobsbotschaft für alle zuhause gebliebenen Sonnenanbeter parat.
Sommer ohne Hundstage
„Die heißen Hundstage scheinen dieses Jahr auszubleiben. Der aktuelle 14-Tages-Trend zeigt bis Anfang August für keine Region in Deutschland eine stabile Hitzewelle." Ironisch setzt der Diplom-Meteorologe nach: „Deutschland hat in diesem Sommer offenbar hitzefrei.“ Ein völliger Reinfall ist dieser Sommer aber dennoch nicht: Meist werden die Höchstwerte um 25 Grad liegen, zeitweise erwartet Dominik Jung auch mal etwas höhere oder tiefere Temperaturen. Letztlich ist dies nichts anderes als ein mitteleuropäischer „Normalo-Sommer“ - und der geht einfach so weiter wie bisher - der Höhepunkt fällt voraussichtlich aus.

