Chef gegen Assistenten

Trainer-Zoff vorm Spiel in Kiel bei Hertha BSC: Es geht um Dardai

Palko Dardai (24) fällt am Sonntag bei Holstein Kiel verletzt aus, die Frage, wer den Spielmacher ersetzt, ist nicht einfach zu beantworten.

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Herthas Trainer Pal Dardai traut seinem jüngsten Sohn Bence viel zu, aber anscheinend nicht das Spiel in Kiel.
Herthas Trainer Pal Dardai traut seinem jüngsten Sohn Bence viel zu, aber anscheinend nicht das Spiel in Kiel.Beautiful Sports/Imago

Der Ausfall von Palko Dardai (24, Bänder-OP am Fuß) macht Hertha BSC vorm Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) in Kiel mächtig zu schaffen. Fünf Tage waren Zeit, um über den Ersatz für den ältesten Sohn des Trainers zu grübeln. Ein klares Ergebnis gibt es nicht.

Einfach Dardai mit Dardai zu ersetzen und den jüngsten Sohn spielen zu lassen, da hat der Papa Bedenken. Pal Dardai (47): „Im Trainerstab sagt die Mehrheit, Bence soll dort spielen. Weil er sich für die Mannschaft aufopfert, er läuft, ist bei Standards groß genug, hat in der Offensive das Vermögen für den letzten und vorletzten Pass. Aber ich bin anderer Meinung. Das ist nicht das Spiel für einen 17-Jährigen.“

Bilal Hussein oder ein neues Hertha-System

Als Chef hat Pal Dardai ja das letzte Wort. Also deutet vieles darauf hin, dass Bence nicht von Anfang an spielt. Aber wer macht dann den Palko?

Etwa Bilal „Billy“ Hussein (23)? Der neue Schwede gab gegen Braunschweig (3:0) ein 20-Minuten-Debüt. Pal Dardai: „Spielintelligenz und Passspiel sprechen für ihn.“ Allerdings hatte der Coach auch angemerkt, dass Hussein noch Robustheit fehlt.

Und nun? Möglich, dass Hertha in Kiel das System ändert und mit zwei Spitzen spielt. Knipser Haris Tabakovic (29) ist gesetzt. Pal lobt auffällig laut seine anderen Stürmer: „Smail Prevljak ist die offensive Variante, Florian Niederlechner ist sehr fleißig.“