Berliner Vorreiterinnen im Fußball-Oberhaus-Unterhaus! Für Hertha BSC startet am kommenden Wochenende das Abenteuer 2. Bundesliga. Und das Beste: Die Frauen starten genauso wie die Männer in die neue Spielzeit – und können schonmal mal zeigen, wie man im Pott punktet!
Hertha erstmals in Liga zwei
Während die Profi-Männer erst am 7. August ihren Zweitliga-Auftakt beim VfL Bochum feiern, sind die Hertha-Frauen blitzschnell unterwegs. Schon an diesem Sonntag (15.00 Uhr) geht es für die Blau-Weißen zum selben Gegner – auf in den Ruhrpott!
Für die Herthanerinnen ist es eine absolute Premiere. Während die Männer bereits ins vierte Zweitliga-Jahr in Folge gehen, betreten die Damen in der 2. Bundesliga echtes Neuland.
Neuanfang nach Mini-Pause
Viel Zeit zum Durchatmen gab es nicht: Erst im Mai feierten 14.500 begeisterte Fans im Olympiastadion die Regionalliga-Meisterschaft. Nach den kräftezehrenden Aufstiegsspielen gegen den 1. FC Saarbrücken (4:1 und 2:3) stand der Aufstieg am 21. Juni fest.
Nur sechs Wochen später brennt der Platz schon wieder! Die Vorbereitung war kurz und knackig – inklusive Achterbahnfahrt der Gefühle.
Erst gab es eine 1:5-Klatsche gegen Erstligist Hamburger SV, dann einen 0:1-Dämpfer im Test gegen Viktoria Berlin, zum Schluss aber dann einen 2:0-Erfolg bei der gelungenen Generalprobe gegen Lech Poznań.

Aufstiegs-Heldinnen behalten das Vertrauen
Gab es nach dem Aufstieg einen Transfer-Rausch in Westend? Fehlanzeige! Trainer Tobias Kurbjuweit setzt voll auf die Aufstiegs-Truppe und verstärkte das Team nur punktuell.
Henrike Sahlmann kommt von Viktoria Berlin fürs Mittelfeld, Merle Hellwig vom 1. FC Magdeburg und Sarah Hornschuh von den Napoli Women kommen fürs Tor.
Der Grund für die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt ist klar. Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich stellte beim rbb klar: „Wir glauben einfach an die Spielerinnen, die das erreicht haben. Das Talent ist da, es wird sehr gut trainiert und das Mindset stimmt.“

Allen voran Baller-Garantie Elfie Wellhausen! Die 20-jährige Knipserin ballerte Hertha mit unfassbaren 30 Toren in 21 Spielen quasi Alleingang in die Liga zwei.
Der Osten greift an!
Die Berlinerinnen sind übrigens nicht allein: Mit Viktoria Berlin, Turbine Potsdam und Absteiger Carl-Zeiss Jena verspricht die 2. Liga echte Ost-Duelle und kochende Derby-Stimmung.


