Jetzt macht ’nen Punkt! Nein, drei Punkte! Hertha BSC hat in den ersten zehn Bundesliga-Spielen trotz guter Leistungen genug gehadert und gewartet. Am Sonntag (17.30 Uhr) muss gegen Krisenklub Schalke 04 die Explosion kommen. Knapp 60.000 Fans im Olympiastadion warten auf den ersten Heimsieg. Jubelorgie in der Ostkurve statt nur aufmunternden Beifall. Der KURIER nennt sechs Gründe, warum es den Befreiungsschlag geben wird.
Stimmung im Team
Trotz der Enttäuschungen wird im Training mit guter Laune gearbeitet. Coach Sandro Schwarz: „Hier lässt sich keiner hängen. Wir konzentrieren uns auf Inhalte, bereiten uns total seriös auf den Gegner vor und stellen dabei hohe Ansprüche an uns selbst. Ich nehme die Jungs hochkonzentriert und fokussiert wahr, sie gehen mit viel Spaß an die Arbeit.“
Der zwölfte Mann

Trotz magerer Punkteausbeutung bleiben auch die Anhänger optimistisch und unterstützen das Team bravourös. Das gab es schon lange nicht mehr bei Hertha. Schwarz: „Die Sehnsucht ist groß! Wir wissen, dass wir einige Male nah dran waren. Unabhängig von den Partien zuvor ist es unser Anspruch, das Spiel am Sonntag zu gewinnen und mit den Fans im Rücken diese drei Punkte zu holen.“
Schalkes schlechte Abwehr
Die Königsblauen kassierten bereits 24 Gegentore, haben die schlechteste Abwehr der Liga. Jetzt kommt noch hinzu: Gleich vier Innenverteidiger fallen wegen Verletzung aus. Da gibt es keine eingespielte Abwehrkette mehr. Das muss doch zu Hertha-Toren führen.
Unruhe bei den Knappen
Der Aufsteiger ist in der Krise. Trainer Frank Kramer wurde gefeuert, doch ein neuer Chefcoach soll erst nächste Woche präsentiert werden. Jetzt wurde Assistent Matthias Kreutzer für dieses eine Spiel zum Boss befördert. Ob er in nur fünf Tagen frischen Wind ins Team bringen kann?
Doppelspitze für Sturmlauf

Neuneinhalb Spiele brachte Schwarz nur einen Stürmer. Beim 2:3 in Leipzig griffen Stevan Jovetic und Willy Kanga gemeinsam an. Das brachte mehr Power und zwei Tore. Schwarz: „Wir haben es ausprobiert und es hat gut geklappt.“ Also, jetzt wieder…
Wahrsager Dodi Lukebakio
Der neue Stürmer Willy Kanga hat noch nicht getroffen. Mit seinem Pfostenschuss in der Nachspielzeit in Leipzig war er für die Blau-Weißen so dicht dran wie nie zuvor. Dodi Lukebakio, schon fünfmal erfolgreich, sagt jetzt: „Natürlich braucht Willy sein Tor. Aber ich bin sicher, dass dieses Tor kommt. Ich fühle das.“ Ja, explodiert Kanga, könnte sich das ganze Team in einen Rausch spielen.


