Endlich ist er da! Hertha BSC hat einen neuen Stürmer. Dienstag kam Haris Tabakovic (29) und unterschrieb seinen Drei-Jahres-Vertrag. Doch wann spielt der 1,94-Meter-Hüne, der Austria Wien vergangene Saison mit 17 Toren glücklich machte, im blau-weißen Trikot? Die Fans können sich freuen. Beim ersten Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr) im Olympiastadion gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden wird Tabakovic als Joker losstürmen.
So sieht der Plan von Cheftrainer Pal Dardai aus. In der Startelf wird Florian Niederlechner (32) stehen. „Wir werden mit Flo anfangen. So schnell machen wir keine Änderungen“, erklärt der Trainer. Ganz klar: Dardai gibt dem fleißigen Stürmer-Routinier noch mal eine Chance, damit bei Niederlechner endlich der Knoten platzt. Er kam im Januar vom FC Augsburg, traf aber in 17 Spielen nur einmal. Im ersten Saisonspiel in Düsseldorf (0:1) traf er wieder nicht. Vielleicht klappt es endlich gegen Wehen Wiesbaden.
Dardai: „Haris kommt als Joker“

Wenn nicht, wird Tabakovic früher eingewechselt. Denn der Schweiz-Bosnier hat bei Austria das volle Trainingsprogramm mitgemacht und sogar noch in der Conference League gespielt. Machte vergangene Woche gegen Banja Luka sogar das goldene Tor zum 1:0. „Trotzdem, Haris wird nicht von Anfang an spielen. Er ist dabei, ja, aber als Joker zur Halbzeitpause oder später. Das werden wir sehen. Das hängt auch ein bisschen vom Spielverlauf ab“, so Dardai. Der Trainer hatte nach der Auftaktpleite bei Fortuna Düsseldorf Alarm geschlagen: „Wir brauchen noch einen Knipser.“
Da war der Deal mit Tabakovic aber schon längst eingefädelt. Dardai: „Wir haben ihn lange beobachtet. Er stand schon länger auf unserem Zettel. Tabakovic ist fit, er ist torgefährlich, besonders bei Kopfbällen mit seinem großen Körper. Wenn er vor dem Tor ist, klingelt es meistens. Deswegen haben wir ihn geholt.“



