Genug Frust, genug gejammert. Hertha BSC spielt jetzt Zweite Liga, und das ist eine große Chance für viele blau-weiße Talente. Diese Saison, die nächstes Wochenende startet, wird etwas ganz anderes werden als in den vergangenen 30 Jahren. Noch nie hatten so viele Youngster die Möglichkeit, im Turbo-Tempo Profifußballer zu werden.
Marten Winkler, Mesut Kesik, Toni Rölke, Pascal Klemens und und und. Viele neue, noch fast unbekannte Namen, die sich ins Rampenlicht spielen können. Der Sparzwang des Vereins macht es möglich. Keine teuren Stars mehr, die Talente auf der Bank oder Tribüne versauern lassen.
Der Sprung war noch nie so einfach. Früher waren es maximal drei Jungprofis, die in der Saison regelmäßig zum Einsatz kamen. Jetzt sind es zehn und mehr. Und diesen Spirit spürt man gerade in dem blau-weißen Team. Trainer Pal Dardai, der alle Jungs noch aus der Akademie kennt, weiß genau, welche Kniffe er ansetzen muss, um das Maximale aus jedem Einzelnen herauszukitzeln.
Dardai hat den Teamgeist wiederbelebt
Da wächst wirklich etwas ganz schnell zu einer Einheit zusammen. Es kann ein verschworener Haufen werden. Ansätze sind jetzt schon zu sehen. Als der schmächtige Eliyas Strasner (18) beim 1:1-Test bei Standard Lüttich gemein gefoult wurde, stürzten sich gleich mehrere blau-weiße Spieler, allen voran Marc Kempf, auf den belgischen Übeltäter.
War zwar Rudelbildung und Schubserei, doch das Wichtigste war dieses Signal: Wir stehen zusammen! Jung und Alt gemeinsam. Endlich wieder eine Mannschaft. Die Fans haben dafür ein Gespür. Ganz sicher!



