Es war vor zwei Wochen der Verkauf für Hertha BSC in diesem Sommer! Flügelstürmer Dodi Lukebakio (25) brachte 12 Millionen Euro Ablöse. Doch bei seinem neuen Klub FC Sevilla spielte er seitdem noch nicht eine Minute. Für die belgische Nationalmannschaft wurde Lukebakio trotzdem nominiert. Sonntag geht es für die Roten Teufel in der EM-Qualifikation in Aserbaidschan. Sagenhafte 84 Tage Pause machte Lukebakio – ohne ein Spiel. Das hat gleich mehrere kuriose Gründe.
Zum letzten Mal kam der Ex-Herthaner für sein Land in der EM-Quali gegen Österreich (1:1) am 17. Juni zum Einsatz. Als er von der Länderspielreise zurückkehrte, wurde er bei Hertha in Watte gepackt, damit er sich nicht verletzt und ein Verkauf gefährdet wird. Nicht mal Mannschaftstraining oder Testspiele gab es für Dodi bei den Blau-Weißen.
Die Rechnung ging auf. Acht Tage vor Transferschluss wurde Lukebakio an den FC Sevilla für eine Ablöse von 10 plus 2 Millionen Nachzahlung abgegeben. Der flinke Offensivmann wurde herzlich und euphorisch bei dem südspanischen Klub empfangen. Doch zum Einsatz kam er dort bisher nicht. Sein erstes Spiel am 26. August als Sevilla-Profi erlebte Lukebakio bei der 1:2-Heimpleite gegen FC Girona 90 Minuten auf der Bank.
Lukebakio ist in Spanien Tabellenletzter

Und als er danach auf die Tabelle schaute, war der Frust noch größer. Der FC Sevilla, der in der Champions League spielt, ist in der spanischen Liga Tabellenletzter mit null Punkten. Eine Woche später nächster Anlauf bei der Auswärtspartie bei Atletico Madrid. Doch das Spiel musste vergangenen Sonntag wegen eines verheerendes Unwetters in der spanischen Hauptstadt abgesagt werden.
Keine Spielpraxis, doch Belgiens deutscher Nationaltrainer Domenico Tedesco nominierte Lukebakio trotzdem für die EM-Quali-Spiele in Aserbaidschan am Sonnabend und gegen Estland am Dienstag. So kurios kann manchmal ein Fußballsommer sein.
Pekarik macht 120. Länderspiel für die Slowakei

Lukebakio ist schon fast blau-weiße Geschichte. Aber welche aktuellen Hertha-Profis kommen jetzt zum Einsatz? Super-Oldie Peter Pekarik macht für die Slowakei Freitag gegen Portugal sein 120. Länderspiel, drei Tage später geht es gegen Liechtenstein.



