Für viele ist Corona längst aus dem Bewusstsein verschwunden, doch weiterhin erkranken Menschen schwer an der doch eigentlich leichteren Omikron-Variante. Die Inzidenz liegt mit über 900 weiterhin bundesweit hoch, innerhalb eines Tages starben zuletzt über 300 Menschen an den Folgen einer schweren Covid-Erkrankung. Zwar gehen die Infektionszahlen insgesamt zurück, doch für viele Corona-Infizierte ist die Erkrankung mit der sogenannten Genesung noch nicht vorbei.
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Long Covid kann sich auch in Depressionen und Angststörungen äußern
Eine neue Studie bringt jetzt Aufschluss darüber, warum viele Patienten auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nach einer überstandenen Covid-Erkrankung an Symptomen leiden, die als Long Covid zusammengefasst werden. Die Mehrzahl der Genesenen, so das Ergebnis der britischen Studie, die das Fachmagazin The Lancet veröffentlicht hat, leiden nicht nur unter typischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Atembeschwerden oder Geruchs- und Geschmacksstörungen.
Neben Kopfschmerzen klagen viele Betroffene über Konzentrations- oder Erinnerungsprobleme und sogar Depressionen und Angststörungen. Diese Symptome, die auch schwere körperliche Ausprägungen wie Herzschmerzen, Nieren- oder Stoffwechselprobleme haben können, dauern bei 70 Prozent der Befragten sogar mehr als ein Jahr an, nachdem sie das Krankenhaus offiziell als genesen verlassen hatten.
Mehr als zwei Drittel der Patienten nach einem Jahr noch krank
Untersucht wurden für die Studie 2000 Personen, die zwischen März 2020 und April 2021 nach einem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause geschickt wurden. Vollständig genesen war demnach fünf Monate später nur jeder vierte. Die Zahl erhöhte sich nach einem Jahr auf nicht einmal 30 Prozent. Mehr als zwei Drittel zeigten auch danach noch erhebliche Beeinträchtigungen.



