Was für ein blasser Abschied aus Europas Königsklasse! Wer von Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City nach dem 0:2 aus dem Hinspiel ein Wunder erwartet hatte – nie und nimmer. Kein Hauch davon ist zu sehen, weil die Fohlen kein wirklicher Gegner für den Premier-League-Überflieger sind und mit 0:2 (0:2) kurz vor einem Waterloo stehen.
Vom Ergebnis mag es noch angehen, aber sonst … Was der Borussia passiert, nennt man auf dem Bolzplatz lapidar „ein Halbes“. City strotzt vor Selbstvertrauen, geht früh drauf und macht im Affentempo alles klar. Kevin de Bruyne, den alle noch aus der Bundesliga einst in Wolfsburg kennen, haut aus 20 Metern von halbrechts mit links ein 1:0-Pfund in den linken Winkel, an dem sich Yann Sommer, wäre er rangekommen, die Hände verbrannt hätte (12.). Wie am Reißbrett herausgespielt ist das 2:0, von Ilkay Gündogan locker eingeschoben (18.). Da schon schalten die Engländer ein wenig zurück und gehen in den Verwaltungsmodus.
Die Gladbacher rennen bis auf ganz wenige Ausnahmen – Breel Embolo schafft um ein Haar den Anschluss (41.) und Joker Ibrahima Traoré keinen knalligen Schuss (84.) – hinterher und sehen dabei hoffnungslos verloren aus. Dabei hat der scheidende Trainer Marco Rose elf Nationalspieler aufs Feld geschickt, die es zusammen auf 261 Länderspiele bringen. Nur steht am Ende wettbewerbsübergreifend im siebten Spiel in Folge die siebte Pleite.
