Bei Anruf, Baby! Als die TSG Hoffenheim den gelungenen 2:0 (0:0)-Auftakt in der Europa League gegen Roter Stern Belgrad feierte, da hatte sich Mittelfeldakteur Florian Grillitsch längst von dannen gemacht. In der Halbzeitpause packte der ausgewechselte Österreicher seine sieben Sachen und flüchtete quasi aus dem Sinsheimer Stadion gen Krankenhaus - seine Frau Hannah lag in den Wehen. „Jetzt hoffen wir, dass er ein gesundes Europapokal-Baby bekommt“, meinte Trainer Sebastian Hoeneß wohlgelaunt.
TSG-Manager Alexander Rosen (41) staunte nicht schlecht über die Auswechslung des bis dato gut spielenden Grillitsch: „Das habe ich auch noch nicht erlebt. Aber vielleicht bekommen wir in dieser Nacht noch ein Europa-Baby“, so Rosen am RTL-Mikrofon.
Schöner Wechselgrund: Florian #Grillitsch fährt zur Geburt seines Kindes 👶
— TSG Hoffenheim (@tsghoffenheim) October 22, 2020
Gegen den serbischen Meister und Landesmeister-Cup-Sieger von 1991 landeten die Kraichgauer im 15. Spiel auf internationaler Bühne den zweiten Sieg. Hoffenheim ist nun erst einmal Tabellenführer der Gruppe L. Hoeneß empfand „einfach nur Freude“ nach seinem Debüt in diesem Wettbewerb: „Wir sind total überzeugt, dass wir die Europa League nutzen können, um für uns Werbung zu machen.“ 2017 war die TSG in der Vorrunde gescheitert, ein Jahr später in der Champions League ebenso - jeweils unter Chefcoach Julian Nagelsmann.
„Grillo hat einen einzigartigen Moment erlebt. Daher ist es absolut legitim, dass er heute fehlt. Er soll sich die Zeit nehmen, die er braucht. Wir werden sehen, ob er gegen Bremen spielen wird“, twitterten die Kraichgauer später ein Statement ihres Trainers.
