Gegen Lazio Rom fackelte Jamal Musiala nicht lange, traf eiskalt zum zwischenzeitlichen 2:0 und krönte sich beim 4:1-Sieg in Italien zum jüngsten Bayern-Torschützen in der Champions-League-Historie. Deutlich schwerer tat sich der erst 17-Jährige mit der Frage, für welche Nationalmannschaft er spielen soll.
„Letztendlich habe ich auf das Gefühl gehört, das mir seit längerer Zeit sagt, dass es die richtige Entscheidung ist, für Deutschland, das Land, in dem ich geboren wurde, zu spielen“, erklärt Musiala, gesteht aber: „Es war keine einfache Entscheidung.“
Denn in seiner Brust schlagen zwei Herzen. In Stuttgart geboren und in England aufgewachsen, besitzt Musiala beide Staatsbürgerschaften. Erst spielte er für die DFB-Junioren bis zur U16, zuletzt für die U23 der Three Lions. England-Coach Gareth Southgate soll heftig und bis zuletzt per Video-Anruf um den temporeichen Offensivspieler gekämpft haben.
DFB-Debüt im März
Vergebens, neben den Bayern-Kollegen Serge Gnabry, Manuel Neuer und Joshua Kimmich soll Musiala vor allem die von Bundestrainer Joachim Löw aufgezeigte Perspektive von einer DFB-Karriere überzeugt haben. Nach nur 16 Bundesligaspielen (3 Tore) will Löw ihn bereits für die nächsten Länderspiele im März erstmals nominieren.
