Höhere Preise bei kleiner werdenden Verpackungen dank Inflation: Die Shrinkflation kennen wir inzwischen. Aber weil ein Übel selten allein kommt, haben wir gleich noch ein Problem am Hals: Die Skimpflation. Was es damit auf sich hat.
„Skimp“ bedeutet auf englisch „knausern“ oder „einsparen“. Das tun in diesem Fall die Hersteller, nicht der Verbraucher. Bei der Skimpflation erhöhen die Hersteller die Preise, senken aber die Qualität des Produkts. Der Begriff ist nicht ganz neu, 2021 hat ihn der US-TV-Sender NPR geprägt. Aber auch in Deutschland ist das Phänomen langsam angekommen.
Skimpflation im Supermarkt: SO sieht es aus
Ein Beispiel für Skimpflation sind Pommes. Pommes-Hersteller haben wegen des Ukraine-Kriegs das Sonnenblumenöl durch das günstigere Palmfett ersetzt (was dann auch noch schlecht für die Umwelt ist). Erst als Notlösung geplant, hat es sich jetzt etabliert.

Manche Hersteller weisen die Veränderung in der Rezeptur nicht einmal mehr aus. In der Folge sind die Nährwertangaben auch nicht mehr korrekt. Palmöl hat zum Beispiel mehr ungesättigte Fettsäuren und ist deswegen ungesünder als Sonnenblumenöl. Dass das überhaupt legal ist, liegt an einer Ausnahmeregelung.
Produzenten müssen tatsächlich nur den Hinweis „enthält Palmöl statt Sonnenblumenöl“ in das Feld für das Mindesthaltbarkeitsdatum drucken. Laut Kritikern würden das viele Verbraucher aber nicht wahrnehmen.




