„Passt schon“, sagt der Bayer Leo Pföderl nach dem goldenen Freitag. Die Eisbären zogen gegen die Haie aus Köln vor 2500 Zuschauern einen Sieg an Land. „Ausverkauft“, jubelte Hallensprecher Uwe Schumann. Er hatte Recht, obwohl 13.800 Plätze leer blieben. Aber mehr als 2500 lassen die Hygieneregeln nicht zu. Gejubelt haben die Fans nach dem 3:1 (1:0,1:1,1:0)-Sieg aber dennoch, als wäre die Halle wirklich voll gewesen.
Was Berlins Trainer Serge Aubin am Tag vor dem Spiel versprochen hatte, setzten seine Profis um. Die Berliner ließen in der Tat den Eisbären-Geist aus der Flasche. Besonders der Däne Frans Nielsen spielte völlig befreit auf. Bereits in der vierten Minute hämmerte er den Puck zum 1:0 ins Haie-Netz.
Nielsen spielte auch sonst ziemlich locker auf. Darüber wunderte sich auch EHC-Sportdirektor Stephane Richer, „denn Frans saß die halbe Nacht bei seiner Frau im Kreissaal.“ Der Klapperstroch hatte Verspätung. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag ist er gelandet und gab ein Töchterchen bei den Nielsens ab. Was Vater Frans als ehemaliger NHL-Star mit seinem vierten DEL-Tor und zehnten Scorer-Punkt „begoss“.

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Da Bietigheim den Münchner Bullen immer wieder das Rote Tuch wegzogen, wenn sie zustoßen wollten. ,mussten die Bayern mit einer 3:6-Schlappe nach Hause fahren Da zur gleichen Zeit auch noch die Düsseldorfer mit 4:2 in Mannheim als Sieger vom Eis marschierten, rutschte der Deutsche Meister Eisbären Berlin an die zweite Stelle der Tabelle.
Neben Nielsen findet auch immer besser Mark Zengerle ins Spiel. Sportdirektor Richer wusste, was er tat, als der Deutsch-Kanadier von seinem Managerim November nach Straubing verscherbelt werden sollte. „Mark bleibt“, bestimmte Richer. Am Freitag schoss er das zweite Tor (39.) für die Eisbären. Beim dritten Treffer trieb Yannik Veilleux 18 Sekunden vor Schluss die Scheibe in die Kölner Kiste.
Haie-Coach Krupp mit guten Erinnerungen an Berlin
Kölns Trainer Uwe Krupp lobte dennoch seine Männer: „Wir haben gekämpft und trotz einiger Ausfälle sehr gut gegen eine Topmannschaft wie Berlin gespielt.“ Dann gestand der ehemalige Eisbären-Trainer: „Ich komme immer wieder gern nach Berlin. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Eisbären (stand im Finale gegen München) und noch an einige Menschen hier in Berlin, mit denen ich gern zusammen gearbeitet habe. Berlin ist eine wirklich gute Mannschaft.“
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