Nach der Silber-WM ließ Jonas Müller erst einmal die Beine und Seele baumeln. Mit Freundin Lisa sonnte er sich auf Mallorca. „Danach habe ich Fränki Hördler in seinem neuen zu Hause in Selb besucht“, erzählt der 27 Jahre alte EHC-Crack. Doch jetzt zählen wieder nur die Eisbären.
Nach 14 Tagen Training in der Eishalle in der Paul-Heyse-Straße zementierte er mit seiner Unterschrift unter den neuen Vertrag den Ruf eines ewigen Eisbären. Jonas bleibt bis vorerst 2028 ein Puck-Berliner. Schon jetzt kann der Linksschütze auf zwei Jahrzehnte im Eisbärenfell zurückblicken. Als Steppke drehte er bei Nachwuchstrainer Andreas Gensel seine ersten Runden auf dem Eis und legte dann richtig los.
Olympia-Silber, WM-Silber, zwei Meistertitel - Nur einer hat mehr
Schüler, Sportschule, Jugend, Junioren und seit 2013 bei den Profis. Inzwischen stieg der Urberliner zur Galionsfigur des deutschen Eishockeys auf. Mit seinem Teamkameraden Marcel Noebels kann er neben zwei Deutschen Meistertiteln auf Olympia- und WM-Silber zurück blicken. Nur der einstige Münchner Dominik Kahun kann einen Meistertitel mehr vorweisen.
Gemeinsam kürten die deutschen Sportjournalisten Kahun, Noebels, Müller und all die anderen tapferen deutschen Olympiahelden 2018 zur „Mannschaft des Jahres“. Müller legte als Berliner „Sportler des Jahres“ vor fünf Jahren noch einen drauf. Natürlich ist Jonas zu Recht stolz. Er weiß aber auch, was die Stunde geschlagen hat: „Wir hatten keine gute Saison, deshalb hauen wir alle wieder rein. Ein solches Jahr wie zuletzt soll es nicht mehr geben.“

