Olli brummt wieder los. Fast ein halbes Jahr saß Eisbären-Kraftfahrer Olli Lange (48) durch die verpassten Play-offs nicht mehr hinter dem Steuer des Materialtransporters. Am Sonntag gibt Olli, ein paar Kilo schwerer, wieder Gas. Das Ziel ist Weißwasser. Beim Kooperationspartner Lausitzer Füchse steigt das Saisoneinstands-Match in der ausverkauften Arena (16 Uhr).
Eisbären-Sportchef Stéphane Richer (57) geht mit Zuversicht, aber keineswegs übertrieben euphorisch in die neue Spielzeit. Der Ex-Top-Verteidiger (insgesamt 1356 Spiele in der NHL, AHL und DEL): „Die Jungs haben im Sommer gut gearbeitet, alle sind fit und gesund. Wir haben eine gute Mannschaft. Eine solche Saison wie zuletzt wird es für die Eisbären nicht mehr geben.“
Eisbären-Sportchef Richer stolz auf Kooperation
Bereits seit 2016 arbeiten die Eisbären in der Nachwuchsförderung mit den Lausitzer Füchsen aus der DEL2 zusammen. Allein im Verlauf der vergangenen Saison absolvierten die vom Hauptstadtklub per Förderlizenz für Weißwasser spielberechtigten EHC-Talente insgesamt 227 DEL2-Partien für die Füchse und trugen wesentlich zum Erreichen des Play-offs-Viertelfinales bei.
Richers Brust schwillt vor Stolz schon ein bisschen, wenn er sagt: „Die Ausbildung junger Talente ist ein wichtiges Element unserer Arbeit. Aus diesem Grund sind wir stolz auf unsere erfolgreiche Kooperation mit den Lausitzer Füchsen.“

Richer drischt bei solchen Worten kein leeres Stroh. Immerhin schicken die Eisbären das zweitjüngste Team der DEL auf das Eis. Mit acht Förderlizenzspieler von den beiden Torstehern Nikita Quapp (20) und Jonas Stettmer (21) über die Verteidiger Rayan Bettahar (19), Rio Kaiser (16) und Korbinian Geibel (21) bis hin zu den Stürmern Eric Hödler (19), Michael Bartuli (21) und Maximilian Heim (19) greifen die Bären den Lausitzern zum beiderseitigen Vorteil unter die Arme.


