Gegen Baum geprallt

Zwölf Verletzte bei schwerem BVG-Busunglück in Berlin

Bei einem Unfall in Berlin-Spandau rammte ein Pkw einen Linienbus. Der Busfahrer verlor danach die Kontrolle und krachte gegen einen Straßenbaum.

Author - Stefan Doerr
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Sonntagnachmittag kam es zum Unfall mit einem BVG Bus der dabei gegen einen Baum prallte. Die Feuerwehr erhielt die Alarmierung "Massenanfall an Verletzten".
Sonntagnachmittag kam es zum Unfall mit einem BVG Bus der dabei gegen einen Baum prallte. Die Feuerwehr erhielt die Alarmierung "Massenanfall an Verletzten".Axel Billig / Pressefoto Wagner

Es sind erschreckende Bilder: zersplitterte Glasscheiben, eine völlig eingedrückte Front. Bei einem schweren Unfall mit einem Bus der Linie X34 der BVG in Berlin-Spandau sind am Sonntagnachmittag zwölf Menschen verletzt worden – eine Person davon schwer. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. 

BVG-Bus kracht in Baum

Zu dem schweren Unfall kam es am Sonntag gegen 13.30 Uhr auf der Gatower Straße. Dabei war ein 46-Jähriger mit einem VW Tiguan auf Höhe der Kreuzung Pfirsichweg Richtung Kladower Damm unterwegs und kam aus bislang unbekannter Ursache von seiner Fahrbahn ab. Dabei stieß das Fahrzeug mit einem Linienbus der BVG, der entgegenkam, zusammen. Der Bus krachte anschließend gegen einen Baum.

Der Bus raste gegen einen Baum.
Der Bus raste gegen einen Baum.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Wegen der Schwere des Unfalls alarmierte die Berliner Feuerwehr die Rettungskräfte mit der Meldung „Massenanfall an Verletzten“. Wie ein Sprecher der Berliner Polizei auf KURIER-Anfrage sagte, gab es in dem Bus elf verletzte Personen, auch der 46-jährige Autofahrer wurde verletzt. „Ich weiß nicht, wie viele Fahrgäste insgesamt in dem Bus waren“, sagt der Polizeisprecher. Der Bus wurde von einem 29-jährigen Busfahrer gefahren.

56 Einsatzkräfte und 11 Rettungswagen vor Ort

Der 46-Jährige, der auch von der Fahrbahn abgekommen war, musste aufgrund seiner schweren Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Die anderen Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Der lebensbedrohlich verletzte Mann musste von Feuerwehrleuten aus einem Auto befreit werden. Wie die „B.Z.“ schreibt, soll es sich bei dem Autofahrer um einen Brandenburger aus dem Landkreis Oberhavel handeln.

Die Front eines Kleinwagens ist durch den Aufprall weggerissen worden.
Die Front eines Kleinwagens ist durch den Aufprall weggerissen worden.Axel Billig / Pressefoto Wagner

Die Gatower Straße war nach dem Unfall komplett gesperrt und konnte erst nach einigen Stunden wieder freigegeben werden. Verkehrsunfallkommando und die Kriminalpolizei sicherten Spuren und befragten vor Ort Zeugen. 

Die Feuerwehr war mit 56 Einsatzkräften, elf Rettungswagen, zwei Löschfahrzeugen, einem Rettungshubschrauber und drei Sonderfahrzeugen vor Ort. Warum der Pkw-Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, war zunächst unklar. „Der konkrete Grund und die Ursache dafür, dass der 46-Jährige von seiner Fahrspur wegkam, ist noch nicht bekannt. Da müssen wir noch ermitteln“, so der Polizeisprecher auf KURIER-Anfrage. Dabei kamen auch Drohnen zum Einsatz. Die Ermittlungen laufen.

Für die Versorgung der Fahrgäste hat die BVG einen Bus zur Verfügung gestellt.