Zehn Wasserbüffel, sechs Streifenwagen, ein durchtrennter Weidezaun: Am frühen Donnerstagmorgen war die Herde aus dem Wustrower Park bis in die Straßen von Alt-Hohenschönhausen (Berlin-Lichtenberg) unterwegs. Sechs Streifenwagen brachten die Tiere zurück.
Wasserbüffel laufen durch Berlins Osten
Zehn Wasserbüffel sind am Donnerstagmorgen (30. Juli) durch Alt-Hohenschönhausen getrampelt. Entdeckt hat sie ein Polizist, der gegen 5.30 Uhr auf dem Weg zu seinem Dienst im Abschnitt 31 war. Das teilte ein Sprecher der Polizei der Berliner Zeitung mit. Die Tiere zogen nach Angaben des Sprechers über die Pablo-Picasso-Straße und die Vincent-van-Gogh-Straße, über die Falkenberger Chaussee und mehrere kleine Nebenstraßen im Lichtenberger Ortsteil.
Der Beamte rief sechs Streifenwagen zur Unterstützung. Woher die Herde kam, klärte sich kurz darauf: Die Büffel waren laut Polizei aus dem Wustrower Park im benachbarten Wartenberg entlaufen. Gemeinsam mit dem Verantwortlichen der Fläche brachten die Einsatzkräfte sie zurück auf die Weide.
Zaun war durchtrennt
Am Weidezaun fanden die Beamten nach Angaben der Polizei eine durchtrennte Stelle. Wer den Zaun geöffnet hat, ist bislang ungeklärt. Eine provisorische Reparatur verhinderte den Angaben zufolge, dass mehrere Dutzend weitere Tiere ausbüxen konnten.

„Die Tiere waren nervös, aber friedlich“, sagte der Polizeisprecher zum RBB. Nach jüngstem Kenntnisstand hätten die Büffel keine Sachbeschädigungen verursacht.
Die Tiere arbeiten in Berlin als Rasenmäher
Wasserbüffel gehören in der Hauptstadt zum Naturschutz-Alltag. In Berlin gibt es inzwischen mehrere Herden von Wasserbüffeln, die für Beweidungsprojekte eingesetzt werden. Nicht nur im Landschaftspark Rudow-Altglienicke und im Wustrower Park in Wartenberg, sondern auch auf der Pfaueninsel und am Tegeler Fließ.
Die Senatsverwaltung für Umwelt setzt die Tiere vor allem im Frühling und Sommer als lebende Rasenmäher in Feuchtgebieten ein.


