In Berlin-Friedrichshagen

Nach Treffen mit zwei Callgirls: SEK stürmt Wohnung von 34-Jährigem

Der Mann wollte Sex zu dritt – doch dann eskalierte die Situation. Als die Callgirls Geld fürs Taxi forderten, zog der Freier eine Waffe.

Teilen
Das SEK stürmte in der Nacht eine Wohnung in Köpenick, in der ein Mann eine andere Person mit einer Pistole bedrohte.
Das SEK stürmte in der Nacht eine Wohnung in Köpenick, in der ein Mann eine andere Person mit einer Pistole bedrohte.Morris Pudwell

Er wollte Spaß zu dritt und bekam ein Drama mit vielen Uniformierten. Ein 34-Jähriger aus Berlin-Friedrichshagen bestellte sich am späten Dienstagabend zwei Call Girls in seine Wohnung. Doch als der Abschluss nicht so verlief, wie er sich das vorstellte, eskalierte die Situation. Der Mann zog eine Waffe – und wenig später stürmte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) die Wohnung.

Tatort: die Karl-Pokern-Straße in Berlin-Friedrichshagen. Hier träumte der 34-jährige Mieter von einer Ménage-à-trois. Er bestellte sich zwei Callgirls (24, 33) in seine Wohnung, wie B.Z. berichtet. Er soll bekommen haben, was er wollte und was er bezahlt hatte. Doch als die beiden Frauen verlangten, dass der Freier auch noch die Taxi-Rechnung übernimmt, rastete der Mann aus.  

Freier bedroht Escort-Damen mit Pistole

Er holte eine Pistole aus dem Schrank und bedrohte die beiden Escort-Ladys. Die Frauen konnten flüchten. Doch da eine von beiden in der Aufregung ihr Handy in der Wohnung zurückließ, gingen sie zur nächsten Polizeistation und erstatteten Anzeige. 

Und dann folgte, was in so einem Fall vorgesehen ist: Da der Beschuldigte eine Schusswaffe hatte, wurde auch ein Spelzialeinsatzkommando der Polizei alarmiert. Gegen 2.15 Uhr stürmte das SEK die Wohnung in Friedrichshagen, brach die Tür auf und überwältigte den Täter.

Schreckschusspistole wurde in Köpenicker Wohnung sichergestellt

In der Wohnung wurde das gesuchte Smartphone und die geladene Waffe gefunden. Es handelte sich nach Angaben vor Ort um eine Schreckschusspistole, eine sogenannte PTB-Waffe, die von einer echten kaum zu unterscheiden ist.

In Köpenick wurde ein Mann festgenommen, nachdem er eine andere Person mit einer Schusswaffe bedroht hatte.
In Köpenick wurde ein Mann festgenommen, nachdem er eine andere Person mit einer Schusswaffe bedroht hatte.Morris Pudwell

Bei dem Modell handelt es sich um eine Heckler & Koch P30, Kaliber 9 Millimeter. Laut dem Hersteller die „beste Technik für Jagd und Sport“. Sie wird unter anderem als reguläre Dienstwaffe der Polizei und militärisch als Backup-Pistole geführt, heißt es auf der Website.

Pistolen-Mann wurde festgenommen und abgeführt

Die Waffe wurde als Tatmittel sichergestellt und der Mann in eine Gefangenensammelstelle transportiert. Ein Fachkommissariat der Berliner Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung mit einer Waffe und Unterschlagung gegen ihn.

Beim Abtransport war dem Mann der Schreck noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass noch in der Nacht maskierte Männer mit echten Waffen vor seinem Bett stehen, ihn festnehmen und abführen würden.