Pankow

Union-Fan von Gruppe bewusstlos geprügelt – sein Trikot geklaut

Nachdem seine Mannschaft in der Alten Försterei alles gegeben hatte, wurde ein Union-Fan in Prenzlauer Berg übel zusammengeschlagen.

Author - Sharone Treskow
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Das Opfer des Überfalls trug ein Trikot des 1. FC Union, das ihm geraubt wurde. (Symbolbild)
Das Opfer des Überfalls trug ein Trikot des 1. FC Union, das ihm geraubt wurde. (Symbolbild)Matthias Koch/imago

Ein 37 Jahre alter Mann wurde am Samstagabend im Pankower Ortsteil Prenzlauer Berg Opfer eines heftigen Raubüberfalls. Gegen mehrere Angreifer hatte er keine Chance. Die Täter schlugen zu, traten nach und hatten es am Ende auf ein Kleidungsstück abgesehen: ein Trikot des 1. FC Union Berlin.

Brutaler Überfall erschüttert Prenzlauer Berg

Die Berliner Polizei berichtet: Der Mann lief kurz vor 19.30 Uhr die Greifswalder Straße entlang, als er in Höhe der Danziger Straße auf eine Gruppe unbekannter Personen traf. Was als zufällige Begegnung begann, eskalierte innerhalb von Sekunden: Die Gruppe ging seiner Aussage nach völlig unvermittelt auf den 37-Jährigen los.

Die Tat passierte an der Kreuzung Greifswalder Straße/Danziger Straße in Prenzlauer Berg. (Archivbild)
Die Tat passierte an der Kreuzung Greifswalder Straße/Danziger Straße in Prenzlauer Berg. (Archivbild)Jürgen Ritter / Imago

Die Täter schlugen mehrfach gezielt gegen seinen Kopf, bis er zu Boden ging. Auch danach ließen sie nicht von ihm ab und traten weiter auf den bereits Wehrlosen ein. Der Angriff dauerte nur wenige Minuten, hinterließ jedoch schwere Folgen für das Opfer.

Opfer verlor das Bewusstsein während des schweren Raubs

Der 37‑Jährige verlor während des Überfalls zeitweise das Bewusstsein und erlitt Verletzungen an Kopf und Oberkörper. Rettungskräfte wurden alarmiert, versorgten den Mann zunächst am Einsatzort und brachten ihn anschließend zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Zum Glück besteht wohl keine Lebensgefahr.

Die Polizei nahm noch am Abend die Ermittlungen auf und leitete ein Verfahren wegen schweren Raubs ein. Ob die Täter gezielt handelten oder das Opfer zufällig auswählten, war zum Zeitpunkt der Ermittlungen noch Gegenstand der Untersuchungen.

War das Union-Trikot der Auslöser?

Die Frage steht im Raum: Waren das aggressive Fans eines gegnerischen Klubs? Nachdem der 37‑Jährige am Boden lag, rissen ihm die Angreifer sein Trikot vom Leib. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung und ließen den schwer verletzten Mann zurück. Nach Informationen des Tagesspiegels handelte es sich bei dem geraubten Kleidungsstück um ein Trikot des 1. FC Union Berlin.

Der 1. FC Union <a href="https://www.berliner-kurier.de/union/union-berlin-rettet-punkt-heldt-sauer-auf-linienrichter-li.10033902"></a><a href="https://www.berliner-kurier.de/union/union-berlin-rettet-punkt-heldt-sauer-auf-linienrichter-li.10033902"></a><a href="https://www.berliner-kurier.de/union/union-berlin-rettet-punkt-heldt-sauer-auf-linienrichter-li.10033902">spielte am Samstag zu Hause in der Alten Försterei gegen den 1. FC Köln</a>. Am gleichen Tag kam es in Prenzlauer Berg zu dem Überfall.
Der 1. FC Union spielte am Samstag zu Hause in der Alten Försterei gegen den 1. FC Köln. Am gleichen Tag kam es in Prenzlauer Berg zu dem Überfall.Ayman Alahmed/Imago

Auffällig war der Zeitpunkt der Tat: Kurz zuvor lief das Heimspiel der Eisernen gegen den 1. FC Köln in der Alten Försterei in Treptow‑Köpenick. Anstoß der Partie war um 15.30 Uhr, sie endete später mit einem 2:2‑Unentschieden.

So denkt Berlin über den Überfall

Wie denken die Berliner über den Vorfall? Unser Leser Mario T. schreibt uns: „Verbale Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fans sind normal, aber Gewalt und Raub sind keine Kleinigkeiten und müssen hart bestraft werden. Schließlich kostet ein Trikot fast 100 Euro.“

Weiter betont er: „Sollten die Täter ermittelt werden und sie sind Mitglied eines gegnerischen Vereins, zum Beispiel Hertha BSC oder BFC Dynamo, sollte der Verein die Trikot-Räuber rausschmeißen und/oder ein Stadionverbot erteilen.“

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.