Die Berliner Friedhöfe sind nicht gut bei Kasse. Das Problem sind die größer werdenden ungenutzten Flächen bei gleichzeitig happigen Betriebskosten.
Für die Friedhofsträger stelle dies alles eine große Herausforderung dar, weil die ungenutzten Flächen weiterhin unterhalten werden müssen, sagte der Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsverbands Berlin Stadtmitte, Tillmann Wagner, am Samstag RBB24: „Wenn ich jetzt beispielsweise allein schon 18.000 Euro Straßenreinigungsgebühr für einen Friedhof im Jahr anfallen habe, aber kaum noch Gebühren über den Bestattungsbetrieb eingenommen werden, wird die Finanzierung problematisch.“
Berliner Friedhöfe in Not
Dazu kämen weitere Kosten wie die Baum- und Grünpflege, um die Anlagen verkehrssicher zu halten. Daraus ergebe sich ein gewisser Zwang, wirtschaftlich zu denken, sagte Wagner, dessen Verband 46 kirchliche Friedhöfe in der Hauptstadt verwaltet. Dann müssten ungenutzte Teilflächen für Bauvorhaben oder beispielsweise an Kleingartenvereine abgegeben werden, um so den Erhalt der übrigen Friedhofsflächen zu sichern. Heute würden die Freiflächen nicht mehr verkauft, sondern im Erbbaurecht auf Zeit abgegeben.


