Telefonieren ist, wenn man miteinander sprechen kann, ohne sich räumlich nahe zu sein. Das ist offenbar zu langweilig. Sonst wäre wohl ein Hersteller nicht auf die Idee gekommen, ein Telefon zu konstruieren, auf dem das Kleid einer Marilyn Monroe-Puppe hochfliegt, wenn es klingelt ... Eine Erinnerung an Hollywoods „Sexbombe“, die in Billy Wilders„ Das verflixte 7. Jahr“ auf einem U-Bahn-Luftschacht steht, bis der Luftzug eines Zuges ihr Kleid lüftet.

Im Berliner Museum für Kommunikation (Leipziger Straße) haben die Mitarbeiter aus den Tiefen des Depots diese und andere Eigentümlichkeiten für die Ausstellung „Kuriose Kommunikation“ zusammengetragen, von der Brokat-Hülle fürs Telefon bis zur Betrugs-Telefonkarte.
Raum-Post für die Aliens in ganz großer Fernee
Da sind Kopien der Daten-Platten zu sehen, die 1977 mit den Raumsonden Voyager 1 und 2 ins All geschossen wurden. Sollte ein Außerirdischer sie mal finden, könnte er unter anderem erkennen, wo im All die Menschheit existiert (falls es sie noch gibt). Inzwischen ist Voyager 1 fast 23,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, Voyager 2 hat 19,53 Milliarden Kilometer geschafft ... Beide haben unser Sonnensystem seit Jahren verlassen.
Besucher lernen, dass der pazifische Inselstaat Vanuatu ein Unterwasser-Postamt mit Unterwasser-Briefkasten hat, in den man wasserfeste Postkarten einwerfen kann (eine solche wird gezeigt), oder dass ein Katapultpostbrief von 1932 nur mittelbar ans Ziel geschleudert wurde.
Briefe im Schleuderflug und Dampf für die Mitleser
Er hatte unter anderem mit einem Dampfer Teile des Atlantiks überquert, wurde dort in ein Wasserflugzeug geladen, das vom Deck katapultiert wurde, so dass die Post schneller am Ziel war als das Schiff.
Öffnungszeiten: di. 9-20 Uhr, mi.-fr. 9-17 Uhr, sbd., so. und feiertags 10-18 Uhr.
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei.
Weitere Infos gibt es hier.


