Den Störfall im Heizkraftwerk Klingenberg werden viele Berliner nicht so schnell vergessen. Weil am Sonntag kurzzeitig der Strom ausfiel, fuhr die Anlage herunter, lieferte an 90.000 Haushalte im Osten der Stadt keine Wärme mehr. Zehntausende Menschen mussten in ihren kalten Wohnungen bis zum nächsten Morgen ausharren. Warum sie frieren mussten, weshalb es zu dem Störfall kam, darauf weiß Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) noch immer keine Antwort.
Im Abgeordnetenhaus war am Donnerstag der Störfall ein Thema in der aktuellen Fragestunde. Die genaue Ursache für den jüngsten folgenschweren Stromausfall im Osten Berlins und den damit verbundenen Ausfall der Wärmeversorgung für Zehntausende Haushalte steht noch nicht fest. „Wir sind noch auf der Fehlersuche“, sagte Wirtschaftssenator Schwarz. Der Senat arbeite gemeinsam mit den Unternehmen Stromnetz Berlin und Vattenfall „mit Hochdruck“ daran, die Problematik zu untersuchen. „Details liegen noch nicht vor.“
Am Sonntagnachmittag waren in den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Lichtenberg zunächst rund 20.000 Haushalte für etwa drei Minuten ohne Strom. Laut dem Netzbetreiber Stromnetz Berlin lag das an einer technischen Störung in einem Umspannwerk in Friedrichshain. Als Folge wurde das Heizkraftwerk Klingenberg heruntergefahren. Wirtschaftssenator Schwarz erklärte, dies sei „aus Sicherheitsgründen“ geschehen.


