Wassernotstand im Osten Berlins: Ein Rohr aus einem unzeitgemäßen Material ist geborsten. Die Bewohner müssen sich Wasser über eine Notversorgung abfüllen. Erst vor drei Wochen hatte ein Rohrbruch im Osten für Überschwemmungen gesorgt.
Rund 800 Wohnungen in Berlin-Neu-Hohenschönhausen haben wegen eines Rohrbruchs in der Nacht zum Sonntag kein Wasser mehr. Eine Versorgungsleitung an der Biesenbrower Straße sei gegen Mitternacht geplatzt, teilte ein Sprecher der Berliner Wasserbetriebe mit. Verschiedene hohe Mehrfamilienhäuser im Gebiet an der Passower Straße und Wartiner Straße seien betroffen.
Rohre aus solchem Material wurden vor 40 Jahre im Osten Berlins verbaut
„Wir haben vor Ort Standrohre aufgebaut, damit sich die Bewohner Wasser abfüllen können. Eine Baufirma kümmert sich um die Reparatur der Leitung“, sagte ein Sprecher der Wasserbetriebe am Sonntagmorgen. Die Reparaturen sollten bis zum Mittag andauern.
Das geplatzte Rohr bestand demnach aus Zement. Nach Angaben des Sprechers werden solche Rohre heute nicht mehr verbaut, weil sie zu starr sind. „Normalerweise soll eine Wasserleitung rund 100 Jahre halten“, sagte der Sprecher. Diese Leitung sei aber erst vor rund 40 Jahren verlegt worden, als im Osten der Stadt die Großwohnsiedlung entstand.
Vor drei Wochen sorgte Rohrbruch in Lichtenberg für Großeinsatz
Erst vor drei Wochen hatte ein Riesen-Leck in einem Frischwasser-Rohr in Lichtenberg für massive Probleme gesorgt: drei Keller und eine Tiefgarage liefen voll. Damit die Feuerwehr das Wasser aus der Tiefgarage pumpen konnte, musste der Strom in einem kompletten Wohnblock ausgestellt werden, sagte der Sprecher der Berliner Feuerwehr. Von dem Stromausfall war demnach auch ein Alten- und Pflegeheim betroffen.



