Viele Kneipen sind schon wieder voll, als gäbe es kein Corona, Masken halten einige Berliner bei Inzidenzen jenseits der 300 in mehreren Bezirken für verzichtbar. Derlei Leichtsinn rächt sich: Kurz vor den Feiertagen werden stadtweit in Berlin 2391 neue Corona-Fälle gemeldet. Sechs Menschen starben innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit einer schweren Covid-Infektion. Berlins Intensivstationen sind am Limit: Weit mehr als jedes fünfte Intensivbett ist mit Covid-Patienten gefüllt.
Dabei ist die Lage in den Bezirken höchst unterschiedlich: Als einziger Bezirk meldet Steglitz-Zehlendorf eine Inzidenz unter 200. Marzahn-Hellersdorf ist dagegen inzwischen auf einen traurigen Spitzenwert von 432,7 gestiegen. Viel zu hoch ist die Inzidenz noch in Treptow-Köpenick mit 338,1, Pankow mit 337, Mitte mit 322,5 sowie Spandau mit 321,7.
Ab Januar könnte Omikron zu deutlich mehr Corona-Infektionen führen
Bei den Impfungen geht es voran, doch das Tempo müsste angesichts der sich verbreitenden Omikron-Variante steigen. Knapp 72 Prozent der Berliner sind nunmehr vollständig immunisiert. Mehr als eine Million Berlinerinnen und Berliner hat inzwischen ihre Booster-Impfung erhalten. Schleppender verläuft der Fortschritt bei den bislang noch Ungeimpften.



