Die Vorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann wiegen schwer. Die Band ist seit Tagen wegen ihres angeblich frauenverachtenden Umgangs mit weiblichen Fans in der Kritik. Mit einem organisierten Casting sollen dem Frontmann Till Lindemann immer wieder junge Frauen zugeführt worden sein, es ging um Sex, Betäubungsmittel und Gewalt, so die Vorwürfe.
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Von Schockstarre bei den Mitgliedern der Band war nach den Veröffentlichungen, die die Irin Shelby Lynn nach einem Konzert in Litauen zuerst vorbrachte, zu lesen. In einem offiziellen Statement baten Rammstein darum, nicht vorschnell zu urteilen.
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Rammstein in München
In dieser Gemengelage treten Rammstein nun am Mittwochabend in München im Olympiastadion auf. Während Hunderte enttäuschte Fans ihre Karten zurückgeben, planen andere eine Solidaritätsgeste während des Konzerts.
Immer wieder wird im Zuge der Debatte auch der Ruf nach Konsequenzen für die Band laut. Darunter ein Verbot der sogenannten Reihe Null – Row Zero. Hier tummelten sich die Groupies nach Einladung der Casting-Beauftragten des Sängers Till Lindemann. Die Russin Alena Makeeva ist inzwischen von ihren Aufgaben entbunden. Auch eine Absage der Deutschlandkonzerte der Europa Stadion Tour 2023 wird gefordert.

Rammstein am 16. und 17. Juli in Berlin
Am 16. und 17. Juli spielen Rammstein in Berlin. Berlins Kultursenator Joe Chialo äußerte sich nun gegenüber dem Tagesspiel zur Debatte: Ein generelles Verbot der Konzerte sei nicht durchzusetzen, so der Kultursenator. Es besteht „kein rechtlicher Hebel“, erklärt Chialo.
Mitten in der Debatte seien nun mehrere Verhaltensgrundsätze ratsam. „Wir bewegen uns zwischen zwei sehr wichtigen Gütern: der Unschuldsvermutung als Teil der Menschenrechte auf der einen, dem Ernstnehmen von Vorwürfen und dem Recht auf Unversehrtheit auf der anderen Seite“, so Chialo. Die Vorwürfe der Frauen nehme er ernst.
Für Berlin würde der CDU-Politiker es begrüßen, die sogenannte Row Zero und die Backstage-Partys nicht stattfinden zu lassen sowie Awareness-Teams einzusetzen.

So laufen die Rammstein-Konzerte in München
In München ist man diesbezüglich schon auf dem Weg, Veränderungen einzuleiten: Die Stadt verbot, dass sich Fans in der Reihe Null aufhalten dürfen. Aus dem Rammstein-Umfeld hieß es laut der Münchner Abendzeitung aber, dass sich Crew und Familienmitglieder wie bisher in dem Bühnengraben aufhalten dürften.
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Der Konzertveranstalter in München bekräftigt, es werde keine Aftershow-Partys geben. Stattdessen soll es laut Rammstein-Management ein Awareness-Konzept geben.
Laut Abendzeitung sollen bei dem Konzerten sechs Personen auf dem Konzertgelände unterwegs sein, die als Ansprechpartner gekennzeichnet seien. Außerdem werde es ein Zelt geben, das als „Safe Space“ fungieren soll, also als Anlaufstelle für Konzertbesucher, die Hilfe benötigen.
Rammstein-Fans planen Aktion in München
Die Fans, die die Diskussion um die Gebaren des Frontmanns nicht abgeschreckt hat, wollen in München ihre Solidarität mit der Band zum Ausdruck bringen. Auf Instagram wurden Besucher aufgerufen, am Ende der Show, wenn sich die Band wie gewohnt vor ihr Publikum kniet, ebenfalls auf die Knie zu gehen.
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